Eisstockschießen "Früh auf" Heide  
(November/Dezember 2012)

Kampf um den begehrten Friedrichstraßencup 2012 im Eisstockschießen

Auch in diesem Jahr übt sich unser Team mit dem exotischen Namen „Früh auf Eisvögel“ im neuen Dithmarscher Volkssport, dem Eisstockschießen. An dem Turnier um den Friedrichstraßen-Cup
auf der Eiswelt in Heide auf dem Marktplatz, welcher von den Einzelhändlern mit 3.000 Euro dotiert ist (Warengutscheine), nehmen auch in diesem Jahr wieder 128 Teams teil. 
Nach einem straffen Zeitplan spielen die Teams vom 26. November bis 22. Dezember im K.O. System. 
Der Sieger kommt jeweils eine Qualifikationsrunde weiter. 
In der 1. Runde des Eisstockschießens um den Friedrichstraßen Cup traf unser Team „Früh auf Eisvögel“ (Rainer Erbar, Carsten Münch, Holger Rodenborg, Enrico Joost, Wolfgang Köhne und Sven Borchers)  in diesem Jahr auf das Team „ AWO Cado“.

 Nachdem wir im letzten Jahr schon in der ersten Runde die Segel streichen mussten, lief es dieses Jahr besser. Nach einer starken Partie konnten wir unseren Gegner mit 6:0 niederringen. So war die Freude groß, dass man die nächste Runde, nach dem frühen Aus im vergangenen Jahr, erreicht hatte.
In der 2. Runde ging es für uns (Rainer Erbar, Carsten Münch, Holger Rodenborg, Friedemann Bach und Sven Borchers) gegen die "ebje bit byters", die in der ersten Runde den Mitfavoriten "Albatrosse" mit 4:2 schlugen. Schon zu Beginn der ersten Kehre zeichnete sich es ab, dass das kein Zuckerschlecken werden würde. Aber wir hatten einen bärenstarken Holger in unseren Reihen, der alle Eisstöcke sicher in der Nähe der Daube landete. Mit einer starken Leistung gewannen wir 5:1 und zogen endlich mal wieder in die 3. Runde ein.

Die 3. Runde mussten wir ( Rainer Erbar, Carsten Münch, Holger Rodenborg, Wolfgang Köhne und Sven Borchers) gegen die  Truppe "DEKRA-Die Netten mit den Plaketten-". Unser Gegner hatte bis dahin souverän seine Spiele gewonnen. In der ersten Kehre mussten wir einen 0:1 Rückstand hinnehmen. Die nächsten Kehre konnten wir mit 2:0 für uns entscheiden. Doch in der dritten Kehre waren wir nicht zur Stelle. Gleich mit 0:3 musste diese Kehre abgegeben werden. Jetzt lagen wir mit2:4 zurück, aber aufgeben hatten wir uns noch nicht. In der vierten Kehre probierten wir alles hatte sogar als letzte Schützen noch die Chance zumindest in ein Stechen zu gehen, doch das Glück stand uns nicht bei und wir verloren letztendlich 2:5. Die DEKRA belegte am Schluss des Turniers den dritten Platz, was für uns eine kleine Bestätigung unser starken Leistung gegen diesen Gegner war. Für uns gilt schon jetzt: "Auf ein Neues im nächsten Jahr".

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Eisstockschießen

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Wissenswertes über das Eisstockschießen um den Friedrichstraßen-Cup:

Die Mannschaften bestehen im Schnitt aus vier bis acht Personen und sind im "wirklichen Leben" oftmals Kegelvereine, Betriebssportmannschaften, Stammtischrunden, Redaktions-Mannschaften oder ähnliche Gruppen. Mannschaftsnamen wie "Coole Schneeschieber", "Die Frostködel", „Die stolzen Eistiger“ oder "Hammelbande“" belegen den Fun-Faktor dieses Eis-Events.
Die Spieldauer beträgt ca. 20 Minuten.
Die Gründe, warum Eisstockschießen bei allen Altersschichten gleichermaßen beliebt ist, liegen auf der Hand: Man braucht keine spezielle Ausrüstung oder Kleidung, man kann rutschfeste Schuhe tragen und man benötigt keine besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten: Die Teilnehmer lassen abwechselnd von einer Grundlinie aus den Eisstock, einen (Griff-)Stock mit einer schweren Scheibe unten dran, übers Eis schlittern. Ziel ist es, die Eisstöcke möglichst nahe an ein entfernt liegendes Ziel, in diesem Fall die "Daube", zu platzieren. Doch ein gut platzierter Stock garantiert noch nicht den Sieg. Jeder nachfolgende Mitspieler kann sowohl den schon gesetzten Stock als auch die Daube verschieben und sich oder seine Mitstreiter in die bessere Ausgangsposition bringen.
Ein wahres "Mensch ärgere dich nicht auf dem Eis". Denn ganz ohne Kommentar oder Neckereien der geselligen Runde wird ein Fehlschuss nicht bleiben. Am meisten Spaß macht es, den Gegner noch kurz vor dem Gewinn der Kehre, so heißt ein Durchgang, rauszuwerfen. 

Regeln: Es werden pro Ausscheidungsrunde 4 Kehren (Durchgänge) gespielt.

Auf der Grundlinie, die durch den Trittstand festgelegt wird, darf man sich frei bewegen.

Die Daube ist der Zielpunkt und wird durch den Schiedsrichter in einem Abstand von ca. 20 m platziert.

Die Eisstöcke werden im Wechsel von den Mitspielern der jeweiligen Mannschaften geworfen. Jede Mannschaft hat 4 Würfe in einer Kehre (Durchgang). Alle 8 geworfenen Eisstöcke bleiben dort liegen, wo sie zu Ruhe gekommen sind. Falls ein Eisstock die Daube trifft und diese somit verschiebt, ergibt sich ein neuer ,,Zielort“. Die Daube ist also wie oben erwähnt immer das Ziel.

Nachdem jede Mannschaft 4 mal geworfen hat ist eine Kehre beendet und die Punkte der beiden Mannschaften werden notiert.

Punktvergabe: Die Mannschaft, dessen Eisstock am nächsten an der Daube liegt (Zentimetermaß bereithalten), erhält einen Punkt. Sollte der zweitnächste Eisstock derselben Mannschaft gehören, erhält diese dafür einen weiteren Punkt. Das gleiche gilt auch für den dritten und vierten Eisstock. Sollte jedoch ein Eisstock der gegnerischen Mannschaft dazwischen liegen, fällt die zuvor genannte Zusatzbepunktung weg.  

Beispiele:
(1)        B            A  B                             (2)                    A            B

                                                                                                B B

                        B

                        A A            B                                                          A            A

                        Ä                                                                     Ä    B     A

                        A

Bsp. (1)  Mannschaft A = 3 Pkte. Bsp. (2)  Mannschaft A = 1 Pkt.

Nachdem die Punkte für den ersten Durchgang notiert worden sind, wird mit dem nächsten Durchgang begonnen. Gespielt wird in entgegengesetzter Richtung. Nach Ablauf der 4 Kehren (Durchgänge) werden die Punkte der einzelnen Durchgänge addiert. Die Mannschaft mit der höheren Punktzahl tritt als Sieger vom Eis und ist eine Runde weiter.
Die Spannung ist bei jedem Wurf unheimlich groß, und auch die Zuschauer fiebern bei jedem Wurf mit und sind emotional "voll bei der Sache".
Das macht das Eisstockschießen eben nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer spannend und attraktiv. Schließlich können die besten Würfe der einen Mannschaft noch mit dem letzten Wurf der anderen Mannschaft zunichte gemacht werden.
Kein Wunder, dass die Laune bei den Eisstockschieß-Meisterschaften stets auf dem Höhepunkt ist und die Ergebnisse des letzten Abends stets Tagesgespräch in der Stadt sind. Siegerpokale, Ehren- und Trostpreise für die beteiligten Mannschaften sowie eine große Final-Party mit allen Teilnehmern geben den Meisterschaften zusätzlich einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert und Unterhaltungsfaktor.