Eisstockschießen "Früh auf" Heide  
(November/Dezember 2013)

Kampf um den begehrten Friedrichstraßencup 2013 im Eisstockschießen

Die Eisbahn auf dem Heider Marktplatz ist fester Bestandteil der weihnachtlichen Atmosphäre in der Stadt Heide. Und die Meisterschaft im Eisstockschießen seit Jahren bei uns ein "Muss". Auch in diesem Jahr übt sich unser Team mit dem exotischen Namen „Früh auf Eisvögel“ im Dithmarscher Volkssport, dem Eisstockschießen. An dem Turnier um den Friedrichstraßen-Cup auf der Eiswelt in Heide auf dem Marktplatz, welcher von den Einzelhändlern mit 3.000 Euro dotiert ist (Warengutscheine), nehmen auch in diesem Jahr wieder 128 Teams teil.
Nach einem straffen Zeitplan spielen die Teams
vom 25. November bis 21. Dezember im K.O. System.
Der Sieger kommt jeweils eine Qualifikationsrunde weiter.

In der 1. Runde des Eisstockschießens um den Friedrichstraßen Cup traf unser Team „Früh auf Eisvögel“ (Carsten Münch, Holger Rodenborg, Stefan Rodenborg, Friedemann Bach, Wolfgang Köhne und Sven Borchers) in diesem Jahr auf das Team „ DIE VORGLÜHER“.
Dass das Weiterkommen ungleich schwerer geworden ist als in den vergangenen Jahren lag unter anderem darin, dass nur noch die Eisstöcke in die Wertung gelangen, die am Ende der Kehre im Zielfeld (= Quadrat von ca. 2 m x 2m Fläche) liegen bleiben.

Schon zu Beginn der ersten Kehre zeichnete sich ab, dass das heute kein Zuckerschlecken werden würde. Die erste Kehre konnten wir mit 1:0 in Führung gehen, Die zweite Kehre verlief sehr ausgeglichen, wobei keiner der beiden Mannschaften auch nur einen Eisstock im Quadrat platzieren konnte. So ging diese Kehre 0:0 aus. Die dritte Kehre konnten wir zu unseren Gunsten wieder mit 1:0 behaupten. Unsere Mannschaft hatte einen Supertag erwischt. Mit einer gut ausgeklüngelten Taktik gewannen wir letztendlich das Duell verdient mit 4:0 und zogen in die 2. Runde ein.

In der 2. Runde trafen wir auf das Team von Opel Dello. Da war doch mal was? Ja, und wie. Der Gegner hatte uns vor ein paar Jahren schon mal frühzeitig aus dem Rennen geworfen. Also lautete die Devise „Revanche“. In einem Match auf Augenhöhe stand es nach der 4. Kehre 2:2, so dass es zu einem Stechen kam. Hier zeigten wir uns nervenstärker und erreichten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die 3. Runde.

In der 3. Runde trafen wir auf das Team von BWLN, wer auch immer dahinter steckt. Unser Ziel war es weiter zu kommen als im letzten Jahr, als wir in der 3. Runde ausschieden. Entsprechend motiviert gingen wir dieses Match an. Jeder rief seine Leistung ab und mit Unterstützung unserer Fans an der Bande schossen wir das Team BWLN mit 5:0 vom Eis. Das Ziel Achtelfinale war erreicht.

Im Achtelfinale trafen wir auf das Team der „EX-Wasserturmgeister“. Unser Gegner legte einen guten Schuss vor und gingen mit 1:0 in der ersten Kehre in Führung. Doch in der zweiten Kehre zeigte sich, zu welchen Taten unser Team in der Lage ist. Mit Gefühl platzierten wir unsere Stöcke so geschickt, dass wir zwei Punkte einsammelten zu einer 2:1 Führung. Auch in der dritten Kehre konnten wir unsere Eisstöcke dicht an der Daube platzieren. Den letzten Schuss hatte jedoch unser Gegner. Dieser schoss seinen Eisstock so platziert, dass wir diese Kehre verloren und plötzlich mit 2:3 hinten lagen. Die Chance auf den Sieg war jedoch noch nicht vergeben. Auch in der 4. Kehre lief das Spiel eigentlich ganz gut. Auch jetzt konnten wir unsere Eisstöcke ganz gut setzen. Doch unser Gegner war „nicht von allen guten Geistern verlassen“, und ging auch in dieser Kehre aufs Ganze und schoss unsere recht gut platzierten Stöcke in alle Himmelsrichtungen. Plötzlich stand es in der 4. Kehre 0:1 und somit lagen wir mit 2:4 hinten. Leider konnten wir unseren letzten Eisstock nicht mehr an die Daube heranschießen, so dass für uns damit das Eisstockschießen im Achtelfinale beendet war.

Für uns gilt es schon jetzt „Auf ein Neues im Jahr 2014“.

Wissenswertes über das Eisstockschießen um den Friedrichstraßen-Cup:

Die Mannschaften bestehen im Schnitt aus vier bis acht Personen und sind im "wirklichen Leben" oftmals Kegelvereine, Betriebssportmannschaften, Stammtischrunden, Redaktions-Mannschaften oder ähnliche Gruppen. Mannschaftsnamen wie "Coole Schneeschieber", "Die Frostködel", „Die stolzen Eistiger“ oder "Hammelbande“" belegen den Fun-Faktor dieses Eis-Events.
Die Spieldauer beträgt ca. 20 Minuten.
Die Gründe, warum Eisstockschießen bei allen Altersschichten gleichermaßen beliebt ist, liegen auf der Hand: Man braucht keine spezielle Ausrüstung oder Kleidung, man kann rutschfeste Schuhe tragen und man benötigt keine besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten: Die Teilnehmer lassen abwechselnd von einer Grundlinie aus den Eisstock, einen (Griff-)Stock mit einer schweren Scheibe unten dran, übers Eis schlittern. Ziel ist es, die Eisstöcke möglichst nahe an ein entfernt liegendes Ziel, in diesem Fall die "Daube", zu platzieren. Die Daube ist ein im Zielfeld (2 Meter x 2 Meter) beweglicher Zielgegenstand. Wird die Daube aus dem Zielfeld geschossen, so wird sie wieder auf das Mittelkreuz des Zielfeldes gelegt auf dem sie zu Beginn des Spiels und jeder Kehre dieses Spiels zu liegen hat.
Doch ein gut platzierter Stock garantiert noch nicht den Sieg. Jeder nachfolgende Mitspieler kann sowohl den schon gesetzten Stock als auch die Daube verschieben und sich oder seine Mitstreiter in die bessere Ausgangsposition bringen.
Ein wahres "Mensch ärgere dich nicht auf dem Eis". Denn ganz ohne Kommentar oder Neckereien der geselligen Runde wird ein Fehlschuss nicht bleiben. Am meisten Spaß macht es, den Gegner noch kurz vor dem Gewinn der Kehre, so heißt ein Durchgang, rauszuwerfen. 

Regeln: Es werden pro Ausscheidungsrunde 4 Kehren (Durchgänge) gespielt.

Auf der Grundlinie, die durch den Trittstand festgelegt wird, darf man sich frei bewegen. Die Daube ist der Zielpunkt und wird durch den Schiedsrichter in einem Abstand von ca. 15 m in einem Zielfeld platziert.
Die Eisstöcke werden im Wechsel von den Mitspielern der jeweiligen Mannschaften geworfen. Jede Mannschaft hat 4 Würfe in einer Kehre (Durchgang). Alle 8 geworfenen Eisstöcke bleiben dort liegen, wo sie zu Ruhe gekommen sind. Falls ein Eisstock die Daube trifft und diese somit verschiebt, ergibt sich ein neuer ,,Zielort“. Die Daube ist also wie oben erwähnt immer das Ziel.

Nachdem jede Mannschaft 4 mal geworfen hat ist eine Kehre beendet und die Punkte der beiden Mannschaften werden notiert.

Punktvergabe: Die Mannschaft, dessen Eisstock am nächsten an der Daube liegt (Zentimetermaß bereithalten), erhält einen Punkt. Sollte der zweitnächste Eisstock derselben Mannschaft gehören, erhält diese dafür einen weiteren Punkt. Das gleiche gilt auch für den dritten und vierten Eisstock. Sollte jedoch ein Eisstock der gegnerischen Mannschaft dazwischen liegen, fällt die zuvor genannte Zusatzbepunktung weg.

Nachdem die Punkte für den ersten Durchgang notiert worden sind, wird mit dem nächsten Durchgang begonnen. Nach Ablauf der 4 Kehren (Durchgänge) werden die Punkte der einzelnen Durchgänge addiert. Die Mannschaft mit der höheren Punktzahl tritt als Sieger vom Eis und ist eine Runde weiter.
Die Spannung ist bei jedem Wurf unheimlich groß, und auch die Zuschauer fiebern bei jedem Wurf mit und sind emotional "voll bei der Sache".
Das macht das Eisstockschießen eben nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer spannend und attraktiv. Schließlich können die besten Würfe der einen Mannschaft noch mit dem letzten Wurf der anderen Mannschaft zunichte gemacht werden.
Kein Wunder, dass die Laune bei den Eisstockschieß-Meisterschaften stets auf dem Höhepunkt ist und die Ergebnisse des letzten Abends stets Tagesgespräch in der Stadt sind. Siegerpokale, Ehren- und Trostpreise für die beteiligten Mannschaften sowie eine große Final-Party mit allen Teilnehmern geben den Meisterschaften zusätzlich einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert und Unterhaltungsfaktor.