Eisstockschießen "Früh auf" Heide  
(November/Dezember 2014)

„Früh auf“ Eisvögel gewinnen Eisstock-Finale um den Friedrichstraßencup

Auch in diesem Jahr übte sich unser Team mit dem exotischen Namen „Früh auf Eisvögel“ im Dithmarscher Winter-Volkssport, dem Eisstockschießen. Das Turnier um den Friedrichstraßen-Cup auf der Eiswelt in Heide auf dem Marktplatz, welcher von den Einzelhändlern mit 2.200 Euro dotiert ist (Warengutscheine), ist weiterhin sehr beliebt. Die Zahl der Mannschaften, die sich in diesem Jahr bei der Stadtmarketing Heide angemeldet hatten, belief sich auch in diesem Jahr wieder auf stolze 128 Teams.

Bilder von den Spielen am Finaltag, Samstag, den 27.12.2014

In der Runde der letzten vier Teams, dem Halbfinale, trafen wir auf ein in diesem Jahr noch ungeschlagenes Team, den Finalisten und Zweitplatzierten des letztjährigen Eisstockschießens, dem Team "ICE AGE". Brisant hierbei war, dass uns mit Stefan Rodenborg und Manuel Peters nicht nur zwei Angelkollegen gegenüberstanden, sondern auch, dass sich erstmals in der Geschichte des Eisstockschießens Vater (Holger) und Sohn (Stefan) unter den letzten vier Mannschaften duellierten. Zu Beginn war beiden Mannschaften doch eine gewisse Nervosität anzumerken, da sie nur schwer ins Spiel kamen. Doch wir fingen uns rechtzeitig und führten nach der 1. Kehre 1:0. Ein gutes Omen, denn immer dann, wenn wir in diesem Jahr mit 1:0 in Führung gingen, konnten wir die Partie auch für uns entscheiden. Für unsere Psyche und Physis ein nicht unwesentlicher Vorteil. Nach der 2. Kehre stand es 1:1. Man merkte, dass sich hier zwei Teams auf Augenhöhe gegenüberstanden und sich folglich nichts schenkten. In der 3. Kehre lief es für uns wieder besser und wir konnten unseren Eisstock an der Daube platzieren, so dass wir mit einem 2:1 in die letzte Kehre gingen. Nicht nur bei den Teams auf dem Eis stieg die Spannung, sondern auch bei den Fans an der Bande. Unter den Anfeuerungsrufen und Lärminstrumenten unserer Fans bewiesen wir mal wieder Nervenstärke und zogen unter großem Jubel mit einem 3:1 erstmals ins Finale ein, wo nach einem 4:1 Sieg über die „Beton Dream Boys“ das in bis dahin allen Spielen siegreiche und somit favorisierte Team „Action Connection“ auf uns wartete.
Unter den Klängen der „Fußball-Champions-League Fanfare“, den Anfeuerungsrufen unserer Fangemeinde und begleitet von Friedemann, der die Vereinsfahne trug, marschierten wir mit unserem Gegner auf die Eisfläche. Das hatte schon „Gänsehaut-Feeling“ und machte uns „noch geiler“ auf den Sieg. Nach einigen Minuten des „Warmschießens“ war es dann so weit, das Finale konnte bei idealen Eisverhältnissen beginnen.
Wie gewohnt setzte Carsten für uns den ersten Eisstock. Und wiederum kamen wir gut ins Spiel. Trotzdem stieg in unserem Team merklich der Adrenalinspiegel. Wir konnten unsere Eisstöcke so gut platzieren, dass unser Gegner nur schwer an die Daube bringen konnte. Der letzte Schütze unseres Gegners landete seinen Stock sodann abseits der Daube. Da war doch was?! Ja, unser Motto lautet für dieses Jahr „Wer 1:0 führt, der nie verliert“. So ging es mit einem 1:0 für uns in die 2. Kehre. Auch in der 2. Kehre präsentierten wir uns stark und gingen mit 2:0 in Führung. Sollten wir unseren Gegner, der in diesem Turnier alle Begegnungen gewonnen hatte, tatsächlich in die Knie zwingen können?
Es ging in die 3. Kehre, der Vorsprung von 2:0 beruhigte zwar, mehr aber auch nicht.
Noch 2. Kehren konzentrieren, noch mal letzte Energien freisetzen. Die Spannung stieg. Unsere Fans feuerten uns weiter eifrig an. Und auch die merkten: „Hoppla, hier geht heute was!“ Wir hatten einen Sahnetag erwischt. Wieder schossen wir unsere Eisstöcke so um die Daube herum, dass unser Gegner zwar versuchte zu kontern, jedoch auch die 3. Kehre mit 1:0 an uns ging. 3:0 vor der letzten Kehre! Trotzdem ging es konzentriert in die letzte Kehre. Den Vorsprung wollten wir nicht mehr aus der Hand geben. Die letzte Kehre. Unser Gegner beginnt. Deren erster Schütze setzt seinen Eisstock über das „Haus“, hinaus. Jetzt konnte es also nur noch maximal zu einem „Sudden Death Shoot Out“ kommen. Carsten nimmt seinen Eisstock in die Hand - schießt - und setzt seinen Eisstock sauber im Haus neben die Daube. Jetzt war unser unser Gegner, unter dem Druck unseren Eisstock wegzuschießen, aber dabei seinen eigenen Stock im Haus - möglichst an der Daube – zu platzieren, dran. Alle warteten gespannt auf diesen Eisstock. Der Gegner schießt – der Eisstock läuft und läuft und läuft und läuft aus dem Haus heraus. Jetzt war uns der Turniersieg nicht mehr zu nehmen. Unter dem Jubel der Mitspieler und unserer Fans spielten wir sportlich die Kehre noch zu Ende, die wir dann sogar mit 4:0 für uns entscheiden konnten. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Jetzt musste die Freude raus. Unser Team lag sich in den Armen und konnte sein Glück kaum fassen. Wir hatten es tatsächlich geschafft. Unvergessliche Momente. 

Ein GEILES TEAM
– nicht zu vergessen, dass uns Dennis und Nils im 2. KO-Rundenspiel ausgeholfen haben -

GEILER TEAMGEIST
- wenn ein Teammitglied schwächelte, konnte dieser sich auf seine Teamkameraden verlassen -
Wir rückten von Spiel zu Spiel noch näher zusammen

GEIL EINGESPIELTES TEAM
Carsten, Wolfgang, Sven und Holger waren bei allen 11. Turnieren für die „Früh auf“ Eisvögel am Start
Dadurch, dass wir die letzten Turniere immer in der gleichen Reihenfolge geschossen haben (Carsten, Wolfgang, Sven, Holger), waren wir eingespielt und jeder wußte, wie der andere im Team „tickt“

GEILE FANS,
- die uns von Anfang bis Ende,
auch bei Regen und Wind, bei Sturm oder Schnee unterstützt haben -

       Ergebnisse am Finaltag

        Halbfinale: Spiel 1
        Sa. 27.12. 19:30 - 19:50 Action Connection - Beton Dream Boys 4:1

        Halbfinale: Spiel 2
        Sa. 27.12. 19:50 - 20:10" Früh auf" Eisvögel - Ice Age 3:1

        Spiel um Platz 3
        Sa. 27.12. 20:10 - 20:30 Ice Age - Beton Dream Boys    
2:3 im "Sudden Death"

        Finale
        Sa. 27.12. 20:30 - 20:50 "Früh auf" Eisvögel - Action Connection
     4:0

Bilder und Berichte zur Gruppenphase und der K.O. Runde bis zum Viertelfinale

Nach einem straffen Zeitplan spielten die Teams ab dem 24. November zunächst erstmals in einer Gruppenphase in 32 Gruppen mit jeweils vier Teams um den Einzug in die K.O. Runden. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe zogen in die K.O. Phase ein, die am 15. Dezember begann.  
 

Gelungener Auftakt mit unserem Sieg im 1. Gruppenspiel gegen "Die Wöhrnas"
Am Tag der Eröffnung des Weihnachtsmarktes traf unser Team „Früh auf Eisvögel“ (Bild oben v.li.: Carsten Münch, Sven Borchers, Wolfgang Köhne und Holger Rodenborg) Im ersten Gruppenspiel auf das Team „Die Wöhrnas“.
Nach einer starken ersten Kehre konnten wir eine 3:0 Führung für uns verbuchen. In der zweiten Kehre ließen wir dann den Schlendrian raus. Unser Gegner nutzte die Unachtsamkeit und kam auf 2:3 heran. In der dritten Kehre konnten wir unseren Vorsprung auf 4:2 ausbauen, um so etwas gelassener auf die vierte Kehre zu schauen. In dieser legten wir mit einer klugen Taktik und einer konzentrierten Leistung eine exzellente Kehre aufs Parkett. Wir rangen unseren Gegner mit 7:2 nieder. So war die Freude über den gelungenen Start natürlich groß. Zwei wichtige Punkte im Kampf um einen der ersten beiden Plätze, die zum Weiterkommen in die KO Phase nötig sind, verbuchen wir auf unserer Seite.
Im zweiten Spiel unserer Gruppe gelang dem Team „unANHALTbar“ ein knapper 1:0 Sieg gegen unseren nächsten Gruppengegner, dem Team „„Die flotten AFS-Socken“, das am kommenden Montag, 1. Dezember, 19.30 Uhr, als Gegner auf uns wartet.



Was für`n Dusel im 2. Gruppenspiel gegen die „Die flotten AFS-Socken“
Mit unserem Auftaktsieg im Rücken, gingen wir mit einem gesunden Selbstbewusstsein in dieses Match. Alles lief auch in der ersten Kehre nach unseren Wünschen. Leicht und locker gingen wir mit einem 3:0 in die zweite Kehre. Doch wie so oft schon, gaben wir in der zweiten Kehre mal wieder unseren 3:0 Vorsprung aus der Hand. Plötzlich stand es nur noch 3:2. Doch wer glaubte, dass wir in der dritten Kehre uns wieder fangen könnten, sah sich enttäuscht. Trotz Anfeuerung durch unsere treuen Fans, mussten wir auch diese Kehre aus der Hand geben und es stand 3:3 vor der letzten Kehre. Nach kurzer Lagebesprechung unseres Teams fingen wir uns zum Glück in der letzten Kehre. Taktisch gut vorbereitet konnten wir den Gegner in die Knie zwingen und gewannen mit viel Dusel dieses Match mit 4:3. Wem vor diesem Match kalt war, dem wurde durch dieses Match sicherlich warm. Nachdem im zweiten Match in unserer Gruppe auch das Team „unANHALTbar“ wiederum erfolgreich war, konnten wir uns bereits frühzeitig für die nächste Runde qualifizieren. Nichts desto trotz wollen wir am kommenden Montag, 8. Dezember, zu später Stund` um 21:50 Uhr, versuchen den Gruppensieg zu erringen.



Gruppensieg verpasst im 3. Gruppenspiel gegen das Team "unANHALTbar"
Schon vor der Begegnung mit dem Team „unANHALTbar“ standen beide Teams bereits schon sicher in der 1. Runde der K.O. Phase. Entsprechend locker gingen die Teams in die Partie, die nach den ersten beiden Kehren noch immer 0:0 stand. Das lag aber sicherlich nicht nur an den Teams, sondern vielmehr des an diesem Abend unberechenbaren Eises. Den ganzen Tag hatte es wie aus Eimern geregnet. Dementsprechend spiegelglatt war das Eis. In der dritten Kehre hatten wir zudem etwas Pech, als Sven leicht den Eisstock des Gegners berührte und diesen dicht an die Daube schob. Die letzten beiden Schüsse setzte unser Gegner so glücklich, dass wir vor der letzten Kehre mit 0:2 ins Hintertreffen gerieten. Aber aufgegeben hatten wir uns noch nicht. Zudem wollten wir mit zumindest einem Remis den Gruppensieg, um als Gruppensieger mit „Heimrecht“ gegen den 2. der Parallelgruppe antreten zu können. Wir hätten somit in der 1. K.O. Runde in der letzten Kehre den letzten Schuss gehabt, was als kleiner Vorteil gilt. Doch leider verloren wir die 
4. Kehre unglücklich mit 0:1, so dass wir uns mit einem 0:3 geschlagen geben mussten.
Aber in der K.O. Runde geht’s auf ein Neues. Am kommenden Montag,15. Dezember, um 20:50 Uhr treffen wir auf das Team „Die echten Holsteiner“.  

Endstand Gruppe H

Teams
Spiele
Siege
Unent.
Niederl.
Summe Diff. Punkte
unANHALTbar 3 3 0 0 8:0 +8 6
"Früh auf" Eisvögel 3 2 0 1 11:8 +3 4
Die Flotten AFS Socken 3 1 0 2 8:5 +3 2
Die Wöhrnas 3 0 0 3 2:16 -14 0



Souveräner Sieg im 1. K.O. Runden-Spiel  gegen das Team "Die echten Holsteiner"
Im ersten K.O. Rundenspiel der verbliebenen 64 Mannschaften traf unser Team auf das Team „Die echten Holsteiner“. Schon zu Beginn der ersten Kehre im 1. K.O.-Spiel zeichnete sich ab, dass wir einen guten Tag erwischt haben. Nach der 1. Kehre konnten wir mit 2:0 in Führung gehen. Ein beruhigender Vorsprung und gut fürs Selbstvertrauen.  So gingen wir diesmal die 2. Kehre konzentrierter an, als in den vergangenen Begegnungen und das zahlte sich aus. Auch hier platzierten wir einen Eisstock am nahesten an der Daube und auch in der 3. Kehre gelang uns ein Kunstschuss, so dass es vor der letzten Kehre 4:0 für uns. Auch die letzte Kehre ging mit 2:0 an uns, so dass das Endergebnis nach einer tollen Vorstellung unseres Teams 6:0 stand. 
Die 2. K.O. Runde war erreicht.

Auch im 2. K.O. Runden-Spiel  gegen das Team "Gartenrepublik" gelingt toller Sieg
In der zweiten K.O. Runde wartete das Team „Gartenrepublik“ auf der Eisfläche auf uns. Da Carsten und Wolfgang Betriebsweihnachtsfeiern hatten und uns für dieses Match somit nicht zur Verfügung standen, mussten wir improvisieren. Glücklicherweise konnten wir für unser Team unsere Angelkollegen Dennis und Nils für unser Vorhaben „Auf ins Achtelfinale“ gewinnen.

Trotz der Anpassungsschwierigkeiten unseres „Anstoßschützen“ Dennis zeigten sich Nils, Sven und Holger unbeeindruckt in guter Form. Die 1. Kehre ging mit 1:0 an uns. In der zweiten Kehre platzierten wir unsere Eisstöcke so geschickt um die Daube, dass unser Gegner keine Lücke fand, um diese Kehre noch für sich zu entscheiden. Wie schon in der 1. K.O.-Runde, setzten wir uns nach der 3. Kehre mit 4:0 in Führung. Jetzt sollte nichts mehr anbrennen und wir schaukelten die Partie mit einem souveränen 6:0 nach Hause. Somit war, wie bereits im Vorjahr, das Achtelfinale erreicht, wo wir am Donnerstagabend auf das Team „Orange Five“ treffen.

"Früh auf" Eisvögel fliegen nach dramatischen "SudenDeath-Shoot-Out" ins Viertelfinale
Im Achtelfinale wartete mit den „Orange Five“, die in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich  waren, ein harter Brocken auf uns. Aber aufgrund der erfolgreichen vorherigen zwei  Runden gingen wir mit einem gehörigen Selbstvertrauen ins Match. Vorm Spiel fragten wir uns, wie man an diesem Abend auf dieser Fläche überhaupt ein Eisstockschießen durchführen kann. Die Eisfläche glich bei strömenden Regen eher dem Heider Schwimmbad „Dithmarscher Wasserwelt.“
Unser Carsten versuchte als erster, die Wassermassen zu trotzen. Aber schon hier zeigte sich, wie schwer es werden würde überhaupt Eisstöcke ins „Haus“ zu setzen. In der 1. Kehre kamen wir besser mit dem „Eis“ zurecht und gingen 1:0 in Führung. Die 2. Kehre ging dann mit 1:0 an unsere Widersacher. Die 3. Kehre entschieden wir für uns, so dass wir mit einem knappen 2:1 in die letzte Kehre gingen. In der 4. Kehre hatten die „Orange Five“ Schützen das glücklichere Ende für sich und erzielten den Ausgleich, so dass ein „Sudden Death-Shoot out“ den Sieger ermitteln musste.
Die Anspannung bei allen Beteiligten und unseren Fans war vor und während des "Shoot Outs“ enorm.
Da die ersten drei Schützen eines jeden Teams ihre Eisstöcke nicht im Haus platzieren konnten, lag unsere Hoffnung bei unserem letzten Schützen Holger. Zuvor schaffte es der letzte Schütze unseres Gegners nicht, seinen Eisstock im Haus unterzubringen. Holger bewies einmal mehr seine Nervenstärke und platzierte seinen Eisstock im Haus. Der Sieg war somit unser. Unter dem Jubel bei uns Spielern und unseren Fans wurde der Einzug ins Viertelfinale, das wir 2010 bereits schon einmal erreicht hatten, gefeiert. Am Montag, 22.12.2014, 19:50 Uhr,  treffen wir in der Runde der letzten acht Mannschaften auf das Team „Donnerstags Club 2“.  

"Früh auf" Eisvögel erreichen in Wasserschlacht - wieder nach weiteren dramatischen "Sudden Death Shoot Out" - erstmals das Halbfinale



Im Viertelfinale wartete mit dem Team "Donnerstags Club 2" ein weiterer dicker Brocken auf uns, der durch tolle Ergebnisse in den letzten Jahren schon auf sich aufmerksam gemacht hatte. Schon vor dem Match versuchte unser Gegner uns mit Siegesgesängen aus dem Konzept zu bringen, was denen nicht gelang, da wir aus den letzten Partien genug Selbstvertrauen getankt hatten. 
Wie schon bei den Begegnungen der Vorwoche, ähnelte bei strömenden Regen die Eisfläche mehr einer Seenlandschaft als einer Eisfläche, auf der an diesem Abend ein Viertelfinale im Eisstockschießen stattfinden sollte. Aber eben auch die gleichen Bedingungen für alle acht Teams.
Im ersten Viertelfinale traf das Team "ICE Age" auf das "Dreamteam". Der Sieger dieser Partie würde - bei einem Sieg unsererseits - im Halbfinale unser Gegner sein. Nach spannendem Verlauf entschied das Team "ICE Age" die Begegnung für sich. 
Jetzt ging es für uns aufs Eis. Unser Gegner hatte eine große Anhängerschar dabei und sorgten durch ihr Trommeln an der Bande für akustisch Unterstützung. Doch
auch unsere Fans hatten Lärminstrumente, wie z.B. ein Megaphon und Fanfaren, dabei und standen den gegnerischen Fans in nichts nach.
Wie gewohnt  versuchte Carsten als Startspieler, die Wassermassen zu trotzen. Aber wie bereits im Achtelfinale, zeigte sich wiederum, wie schwer es werden würde überhaupt Eisstöcke ins „Haus“ zu setzen. In der 1. Kehre konnte Sven seinen Eisstock so platzieren, so dass wir 1:0 in Führung gehen konnten. Schon hier zeigte sich, dass sich auf dem Eis zwei Teams auf Augenhöhe duellieren. In der 2. Kehre konnte keiner der acht Schützen seinen Eisstock ins "Haus" setzen. Vielleicht waren alle noch von Svens Sturz auf dem Eis geschockt, der sich glücklicherweise nur ne leichte Stauchung des linken Arms zuzog. Die Kehre endete somit 0:0. In der dritten Kehre schien uns der Gegner in die Knie zwingen zu wollen. Vor unserem letzten Schützen hatten sie gleich 2 Eisstöcke näher als unsere Eisstöcke an der Daube platziert, was bedeutet hätte, dass wir mit 1:3 hinten liegen würden. Die gegnerische Mannschaft und deren Fans wogen sich schon kurz vorm Ziel. Da hatten die aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Holger konnte unseren Eisstock so setzen, dass wir statt 1:3 nur noch 1:2 vor der 4. Kehre in Rückstand lagen. In der letzten Kehre zeigten alle Schützen noch mal was in ihnen steckt. Unser Wille, zumindest den Ausgleich zu erzielen, war unter uns spürbar. Und tatsächlich konnten wir den Ausgleich erzielen, so dass, wie bereits im Achtelfinale, ein „Sudden Death-Shoot out“ den Sieger ermitteln musste. Die Spannung ließ den Adrenalinspiegel sowohl bei den beteiligten Schützen als auch bei den Fangruppen ansteigen. 



Da die jeweils ersten Schützen eines jeden Teams ihre Eisstöcke nicht im Haus platzieren konnten, lag unsere Hoffnung bei unserem zweiten Schützen Wolfgang (Bild oben). Wolfgang bewies Nervenstärke und platzierte seinen Eisstock in der Nähe der Daube. Viele mochten schon gar nicht mehr hinschauen, als unser Gegner nunmehr an der Reihe war. Dieser schaffte es nicht, seinen Eisstock im Haus unterzubringen. Der Sieg war somit unser. Unter dem Jubel bei uns Spielern, die sich in den Armen lagen und tw. über das Eis kullerten sowie unseren Fans wurde der erstmalige Einzug in ein Halbfinale des Eisstockschießens gefeiert. Am Sonnabend, 27.12.2014, 19:50 Uhr,  treffen wir in der Runde der letzten vier Teams im Halbfinale auf den Finalisten und Zweitplatzierten des letztjährigen Eisstockschießens dem Team "ICE AGE". Schmankerl hierbei sind, dass uns mit Stefan Rodenborg und Manuel Peters nicht nur zwei Angelkollegen gegenüberstehen, sondern auch, dass sich erstmals in der Geschichte des Eisstockschießens Vater (Holger) und Sohn (Stefan) unter den letzten vier Mannschaften gegenüberstehen. Freuen wir uns auf ein spannendes Halbfinale.

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Spielplan und Ergebnisse Eisstockschießen: http://www.meinspielplan.de

Wissenswertes über das Eisstockschießen um den Friedrichstraßen-Cup:

Die Mannschaften bestehen im Schnitt aus vier bis acht Personen und sind im "wirklichen Leben" oftmals Kegelvereine, Betriebssportmannschaften, Stammtischrunden, Redaktions-Mannschaften oder ähnliche Gruppen. Mannschaftsnamen wie "Coole Schneeschieber", "Die Frostködel", „Die stolzen Eistiger“ oder "Hammelbande“" belegen den Fun-Faktor dieses Eis-Events.
Die Spieldauer beträgt ca. 20 Minuten.
Die Gründe, warum Eisstockschießen bei allen Altersschichten gleichermaßen beliebt ist, liegen auf der Hand: Man braucht keine spezielle Ausrüstung oder Kleidung, man kann rutschfeste Schuhe tragen und man benötigt keine besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten: Die Teilnehmer lassen abwechselnd von einer Grundlinie aus den Eisstock, einen (Griff-)Stock mit einer schweren Scheibe unten dran, übers Eis schlittern. Ziel ist es, die Eisstöcke möglichst nahe an ein entfernt liegendes Ziel, in diesem Fall die "Daube", zu platzieren. Die Daube ist ein im Zielfeld (2 Meter x 2 Meter) beweglicher Zielgegenstand. Wird die Daube aus dem Zielfeld geschossen, so wird sie wieder auf das Mittelkreuz des Zielfeldes gelegt auf dem sie zu Beginn des Spiels und jeder Kehre dieses Spiels zu liegen hat.
Doch ein gut platzierter Stock garantiert noch nicht den Sieg. Jeder nachfolgende Mitspieler kann sowohl den schon gesetzten Stock als auch die Daube verschieben und sich oder seine Mitstreiter in die bessere Ausgangsposition bringen.
Ein wahres "Mensch ärgere dich nicht auf dem Eis". Denn ganz ohne Kommentar oder Neckereien der geselligen Runde wird ein Fehlschuss nicht bleiben. Am meisten Spaß macht es, den Gegner noch kurz vor dem Gewinn der Kehre, so heißt ein Durchgang, rauszuwerfen. 

Regeln: Es werden pro Ausscheidungsrunde 4 Kehren (Durchgänge) gespielt.

Auf der Grundlinie, die durch den Trittstand festgelegt wird, darf man sich frei bewegen. Die Daube ist der Zielpunkt und wird durch den Schiedsrichter in einem Abstand von ca. 15 m in einem Zielfeld platziert.
Die Eisstöcke werden im Wechsel von den Mitspielern der jeweiligen Mannschaften geworfen. Jede Mannschaft hat 4 Würfe in einer Kehre (Durchgang). Alle 8 geworfenen Eisstöcke bleiben dort liegen, wo sie zu Ruhe gekommen sind. Falls ein Eisstock die Daube trifft und diese somit verschiebt, ergibt sich ein neuer ,,Zielort“. Die Daube ist also wie oben erwähnt immer das Ziel.

Nachdem jede Mannschaft 4 mal geworfen hat ist eine Kehre beendet und die Punkte der beiden Mannschaften werden notiert.

Punktvergabe: Die Mannschaft, dessen Eisstock am nächsten an der Daube liegt (Zentimetermaß bereithalten), erhält einen Punkt. Sollte der zweitnächste Eisstock derselben Mannschaft gehören, erhält diese dafür einen weiteren Punkt. Das gleiche gilt auch für den dritten und vierten Eisstock. Sollte jedoch ein Eisstock der gegnerischen Mannschaft dazwischen liegen, fällt die zuvor genannte Zusatzbepunktung weg.

Nachdem die Punkte für den ersten Durchgang notiert worden sind, wird mit dem nächsten Durchgang begonnen. Nach Ablauf der 4 Kehren (Durchgänge) werden die Punkte der einzelnen Durchgänge addiert. Die Mannschaft mit der höheren Punktzahl tritt als Sieger vom Eis und ist eine Runde weiter.
Die Spannung ist bei jedem Wurf unheimlich groß, und auch die Zuschauer fiebern bei jedem Wurf mit und sind emotional "voll bei der Sache".
Das macht das Eisstockschießen eben nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer spannend und attraktiv. Schließlich können die besten Würfe der einen Mannschaft noch mit dem letzten Wurf der anderen Mannschaft zunichte gemacht werden.
Kein Wunder, dass die Laune bei den Eisstockschieß-Meisterschaften stets auf dem Höhepunkt ist und die Ergebnisse des letzten Abends stets Tagesgespräch in der Stadt sind. Siegerpokale, Ehren- und Trostpreise für die beteiligten Mannschaften sowie eine große Final-Party mit allen Teilnehmern geben den Meisterschaften zusätzlich einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert und Unterhaltungsfaktor.