Eisstockschießen "Früh auf" Heide  
(November/Dezember 2015)

"Früh auf“ Eisvögel schießen um den Friedrichstraßencup
Sport, Spaß und Spannung auf der großen Eisbahn

Auch in diesem Jahr übt sich unser Team mit dem exotischen Namen „Früh auf Eisvögel“ im Dithmarscher Winter-Volkssport, dem Eisstockschießen. Das Turnier um den Friedrichstraßen-Cup auf der Eiswelt in Heide auf dem Marktplatz, welcher von den Einzelhändlern mit 2.200 Euro dotiert ist (Warengutscheine), ist weiterhin sehr beliebt. 


Friedrichstraßen Cup 2015:
Spielplan und Ergebnisse auf einen Blick
(hier anklicken)  

Bilder vom
Eisstockschießen 2015:
Eröffnung

Spiel 2

Spiel 5
Spiel 6

Achtelfinale

Finaltag
hier anklicken!

 

Was für ein imposantes Bild bei der Eröffnungsveranstaltung

Ganz anders als sonst verlief die Eröffnung der Heider Winterwelt auf dem Marktplatz. Wie bei der Eröffnung einer Olympiade, wurde es sportlich und musikalisch zugleich: Begleitet von Andreas Bouranis WM-Hymne „Auf uns“ marschierten die Mannschaften auf der Eisfläche ein, die in diesem Jahr beim Friedrichstraßen-Cup mitmachen. 161 Mannschaften haben sich für das Eisstock-Turnier angemeldet – ein Rekord. Und für den Auftakt haben sie sich einiges einfallen lassen: Die einen kamen in bunten Kostümen, andere mit Doktorhut und wieder andere begleitet von einem Funkenflug. Unser Team (v.li.: Wolfgang Köhne, Carsten Münch, Holger Rodenborg, Ersatzspieler Friedemann Bach und Sven Borchers) lief in einheitlichen blauen Vereins-Sweatjacken, einer megagroßen Hechtattrappe an der Angel sowie mit unserer Vereinsfahne ein.  

Schade! "Früh auf" Eisvögel verlieren Viertelfinale

Im Viertelfinale ging es gegen den erwartet starken Gegner "Die Frostködel". Nach ausgeglichener erster Kehre setzten wie einen unserer Eisstöcke am nahesten an die Daube und gingen beruhigt mit einem 1:0 ins Match. Doch die 2. Kehre war eine unserer schlechteren, die wir mit 0:3 abgeben mussten und somit 1:3 ins Hintertreffen gerieten. Wir merkten, dass wir nicht unseren besten Tag erwischt hatten. Das spiegelte sich in den folgenden Kehren wieder, in der wir jeweils 0:1 den Kürzeren zogen. Nach der ersten Enttäuschung unseres Ausscheidens zogen wir an der Punschbude dennoch ein positives Fazit, denn in den vergangenen Jahren war ein Titelverteidiger nie so weit gekommen, wie wir. Nach den Finalspielen fand die Siegerehrung im Rahmen einer imposanten Abschlussfeier statt. Für uns galt schon jetzt das Motto "Auf ein neues im nächsten Jahr. 

"Früh auf " Eisvögel fliegen ins Viertelfinale

Aufgrund der anhaltenden Regenfälle und den milden Temperaturen verwandelte sich die Eisfläche in eine Seenlandschaft, die alle Mannschaften vor Probleme stellte. Vor dem Match gab es den obligatorischen "Lütten  vorweg". Danke Holger und Marion und herzlichen Glückwunsch zur "Rubinhochzeit. Unberechenbar wie das Eis erwies sich unser Gegner "Cooler MB". Zudem hat man das Gefühl, dass unsere Gegner noch eine Schippe drauflegen, um uns als Titelverteidiger zu schlagen. Konzentriert gingen wir in die Partie, n der wir die 1. Kehre mit 1:0 für uns entscheiden konnte. Doch unser Gegner erwies sich als zähe Team uns so kam es, dass wir nach der 2. Kehre 1:2 ins Hintertreffen fielen. Aber wer uns kennt, weiß, dass wir gut kontern können. Zur 3. Kehre stieg die Spannung weiter an. Unter der Anfeuerung unsere Fangemeinde schlugen wir zurück, so dass es vor entscheidenden 4. Kehre 2:2 stand. Die 4. Kehre war wieder mal an Dramatik nicht zu überbieten.  Beide Teams gaben noch mal alles, doch einen unserer Eisstöcke konnte Sven am dichtesten an die Daube setzen. Der Gegner kam uns noch mal bedrohlich näher, doch am Ende hatten wir unseren Eisstock gerade mal 1 cm dichter an der Daube platziert. Unter großen Jubel genossen wir unseren Sieg. Am Mittwoch Abend geht es nun im Viertelfinale gegen das Team „Die Frostködel“. Spielbeginn 19:10 Uhr. Über zahlreiche Unterstützung würden wir uns freuen.


Nach Wasserschlacht gegen „Die schicken Schieber“ ziehen „Früh auf“ Eisvögel ins Achtelfinale ein

Schon zu Beginn der ersten Kehre gegen das Team „Die schicken Schieber“ zeichnete sich ab, dass das heute kein Zuckerschlecken werden würde. Zudem stand das Wasser Zentimeter hoch auf der Eisfläche und es schüttete wie aus Eimern. Wir kamen zunächst nicht so recht ins Spiel. Obwohl Carsten seinen Eisstock mit dem 1. Schuss unserer Mannschaft direkt neben die Daube setzte, schlug unser Gegner zurück, so dass wir die 1. Kehre mit 0:2 abgeben mussten. In der 2. Kehre hatten beide Teams kein Zielwasser getrunken, so dass die Kehre 0:0 endete. Jetzt hieß es für unser Team in der 3. Kehre noch mal alles aus sich rauszuholen. Mit Gefühl und Siegeswillen sowie der Unterstützung unserer Fans platzierten wir unsere Stöcke so geschickt, dass wir vier Punkte einsammelten zu einer 4:2 Führung. Klar war, den Vorsprung wollten wir nicht mehr aus der Hand geben. Und so lief es dann auch. Unser Gegner, der sich nach der 2. Kehre schon siegessicher war, konnte sich von diesem Schock aber nicht mehr erholen. Auch die letzte Kehre entschieden wir für uns zum Endstand von 5:2. Am Dienstag Abend geht es im Achtelfinale gegen das Team „Cooler MB“. Spielbeginn 20:50 Uhr. Über zahlreiche Unterstützung würden wir uns freuen.

Gegen „Sparkies 3.0" gelingt der Einzug in die 2. KO Runde 

Vorweg: Alle Halbfinalisten des letzten Jahres waren bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Das gleiche Schicksal blieb uns zum Glück erspart. In der 1. KO Runde wartete auf unser Team der leicht favorisierte Gegner und Sieger der Vorrundengruppe 9, den Sparkies 3.0, auf dem an diesem Abend sehr glatten Eis. Die erste Kehre konnten wir gleich mit 1:0 in Führung gehen, Die zweite Kehre verlief sehr ausgeglichen, wobei wir auch in dieser Kehre einen Eisstock näher an der Daube platzieren konnten. Die dritte Kehre konnten wir zu unseren Gunsten wieder mit 1:0 behaupten. So war uns der Sieg nach einem beruhigenden 3:0 Vorsprung fast nicht mehr zu nehmen. Mit einer gut ausgeklügelten Taktik gewannen wir letztendlich das Duell verdient mit 5:0 und zogen somit in die 2. KO Runde ein, wo auf uns am kommenden Montag ab 21.10 Uhr die „Die schicken Schieber, die in der 1. KO Runde die bis dahin ungeschlagenen Beyschlag Freezers aus dem Turner schossen. Fans macht euch also auf den Weg. Wir brauchen eure Unterstützung.

Gegen „De Pudeldeernswird im 4. Gruppenspiel der Gruppensieg verspielt 
Nach 9 Spielen in Folge ohne Niederlage setzte es ausgerechnet im letzten Gruppenspiel gegen "De Pudeldeerns" eine 2:3 Niederlage. Das Gute vorweg: Auch im letzten Jahr ging das letzte Gruppenspiel verloren. Am Ende hatten wir dann trotzdem den Turniersieg erzwungen. Wenn das kein gutes Zeichen ist?! An diesem Abend mussten wir schon von der ersten Kehre an einen Rückstand hinterherlaufen. Nach der ersten Kehre lag unser starker Gegner gleich mit 2:0 vorn. Aber eigentlich, sollte das uns egal sein, da wir ja schon vor Beginn der Partie die 1. KO Runde erreicht hatten. In der 2. Kehre kamen wir dann langsam in Fahrt, doch wieder platzierten unsere Gegner mit dem letzten Schuss ihren Eisstock dicht an die Daube. OK, das kannten wir ja schon aus dem vorherigen Gruppenspiel, als wir einen 0:3 Rückstand noch in ein Unentschieden umwandeln konnten. Und tatsächlich ging ein Ruck durch unser Quartett wodurch wir den Rückstand auf 2:3 verkürzen konnten. In der letzten Kehre passten wir unsere Eisstöcke den schlechten Schüssen unseres Gegners an, was bedeutete, dass nicht ein Eisstock im "Haus" platziert wurde. Endstand 2:3 und als Gruppenzweiter in die KO Runde, in der es am Freitag, 18. Dezember um 19.10 Uhr weitergeht. Fans sind herzlich willkommen.

 Im 3. Gruppenspiel gegen „Die Stocksteifen“ retten wir nach einem 0:3 Rückstand noch ein 3:3 Unentschieden 
Aufgrund der Regenfälle und den milden Temperaturen hatten die Teams an diesem Abend mit zum Teil spiegelglatten Eis zu kämpfen. Damit wir uns nicht auf die Nase legen, hatten wir uns Eisspikes um unsere Schuhe gewickelt. Wir waren gedanklich noch nicht auf dem Eis und lagen schon nach der zweiten Kehre mit 0:3 im Rückstand. Doch wir ließen uns davon nicht beeindrucken und schlugen zurück. Sven blies in der dritten Kehre mit seinem Anschlusstreffer zum 1:3 zur Aufholjagd. Zu Beginn der letzten Kehre merkte man den Stocksteifen eine gewisse Unsicherheit an. Diese Chance nutzte unser Quartett und so schafften wir mit exakt platzierten Eisstöcken noch den Ausgleich zum 3:3. Nach den für uns an diesem Abend günstigen Gruppenergebnissen unserer Gegner, waren wir mit diesem Unentschieden bereits frühzeitig für die K.O. Runde qualifiziert. Nichts desto trotz wollen wir am kommenden Mittwoch, 9. Dezember, 20:30 Uhr, versuchen gegen das Team „De Pudeldeerns“ den Gruppensieg zu erringen.  

 Im 2. Gruppenspiel deklassieren wir die „Schröder- Eisbären“ mit 12:0

Was für ein Spiel. Wir hatten einen Sahnetag erwischt. Im Vorwege hatten wir die „Schröder Eisbären“ als unseren schwersten Gruppengegner eingeschätzt. Vielleicht war das der Grundstein für ein legendäres Match, in das wir konzentriert hineingingen. Wir legten mit einer starken ersten Kehre mächtig los, in der wir mit 4:0 in Führung gingen. In der zweiten Kehre konnten wir unseren Vorsprung sogar auf 7:0 ausbauen. Dank einer hohen Treffsicherheit wurden auch die nächsten Kehren sicher „nach Hause“ gebracht, so dass für uns am Ende ein unglaublicher 12:0 Sieg heraussprang. „Ein Ergebnis, dass bei den vorangegangenen Turnieren noch nie erreicht wurde,“ erklärte die Eisstock-Moderation. So war die Freude über den Sieg natürlich groß, aber es waren eben auch nur zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um einen der ersten beiden Plätze, die zum Weiterkommen in die K.O. Phase nötig sind.

Gelungener Auftakt mit unserem Sieg im 1. Gruppenspiel gegen " Krimpel mog jum platt“
Für unser Team „Früh auf Eisvögel“ ging es im ersten Gruppenspiel gegen das Team mit den plattdeutschen Namen „Krimpel mog jum platt".
In unserem Auftaktmatch erforderten die Eisverhältnisse - stumpfes Eis - nicht nur Geschicklichkeit, sondern auch viel Kraft. Zudem mussten wir unseren Stammspieler Wolfgang ersetzen. Gebannt wurde auf den ersten Eisstockschuss in diesem Jahr geguckt, wie Carsten seinen Eisstock am langen Arm schwingt, ihn absetzt und dieser über das Eis gleitet. Leider blieb der Eisstock auf halber Strecke stehen. Jetzt war uns bewusst, dass es heute nur über die Kraft gehen konnte. Doch für unseren Gegner erwies sich das Eis für noch unbequemer. Viele Eisstöcke der reinen Damenmannschaft „verhungerten“ in den einzelnen Kehren, so dass wir letztendlich einen ungefährdeten 6:0 Sieg landen konnten.  

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Wissenswertes über das Eisstockschießen um den Friedrichstraßen-Cup:

Die Mannschaften bestehen im Schnitt aus vier bis acht Personen und sind im "wirklichen Leben" oftmals Kegelvereine, Betriebssportmannschaften, Stammtischrunden, Redaktions-Mannschaften oder ähnliche Gruppen. Mannschaftsnamen wie "Coole Schneeschieber", "Die Frostködel", „Die stolzen Eistiger“ oder "Hammelbande“" belegen den Fun-Faktor dieses Eis-Events.
Die Spieldauer beträgt ca. 20 Minuten.
Die Gründe, warum Eisstockschießen bei allen Altersschichten gleichermaßen beliebt ist, liegen auf der Hand: Man braucht keine spezielle Ausrüstung oder Kleidung, man kann rutschfeste Schuhe tragen und man benötigt keine besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten: Die Teilnehmer lassen abwechselnd von einer Grundlinie aus den Eisstock, einen (Griff-)Stock mit einer schweren Scheibe unten dran, übers Eis schlittern. Ziel ist es, die Eisstöcke möglichst nahe an ein entfernt liegendes Ziel, in diesem Fall die "Daube", zu platzieren. Die Daube ist ein im Zielfeld (2 Meter x 2 Meter) beweglicher Zielgegenstand. Wird die Daube aus dem Zielfeld geschossen, so wird sie wieder auf das Mittelkreuz des Zielfeldes gelegt auf dem sie zu Beginn des Spiels und jeder Kehre dieses Spiels zu liegen hat.
Doch ein gut platzierter Stock garantiert noch nicht den Sieg. Jeder nachfolgende Mitspieler kann sowohl den schon gesetzten Stock als auch die Daube verschieben und sich oder seine Mitstreiter in die bessere Ausgangsposition bringen.
Ein wahres "Mensch ärgere dich nicht auf dem Eis". Denn ganz ohne Kommentar oder Neckereien der geselligen Runde wird ein Fehlschuss nicht bleiben. Am meisten Spaß macht es, den Gegner noch kurz vor dem Gewinn der Kehre, so heißt ein Durchgang, rauszuwerfen. 

Regeln: Es werden pro Ausscheidungsrunde 4 Kehren (Durchgänge) gespielt.

Auf der Grundlinie, die durch den Trittstand festgelegt wird, darf man sich frei bewegen. Die Daube ist der Zielpunkt und wird durch den Schiedsrichter in einem Abstand von ca. 15 m in einem Zielfeld platziert.
Die Eisstöcke werden im Wechsel von den Mitspielern der jeweiligen Mannschaften geworfen. Jede Mannschaft hat 4 Würfe in einer Kehre (Durchgang). Alle 8 geworfenen Eisstöcke bleiben dort liegen, wo sie zu Ruhe gekommen sind. Falls ein Eisstock die Daube trifft und diese somit verschiebt, ergibt sich ein neuer ,,Zielort“. Die Daube ist also wie oben erwähnt immer das Ziel.

Nachdem jede Mannschaft 4 mal geworfen hat ist eine Kehre beendet und die Punkte der beiden Mannschaften werden notiert.

Punktvergabe: Die Mannschaft, dessen Eisstock am nächsten an der Daube liegt (Zentimetermaß bereithalten), erhält einen Punkt. Sollte der zweitnächste Eisstock derselben Mannschaft gehören, erhält diese dafür einen weiteren Punkt. Das gleiche gilt auch für den dritten und vierten Eisstock. Sollte jedoch ein Eisstock der gegnerischen Mannschaft dazwischen liegen, fällt die zuvor genannte Zusatzbepunktung weg.

Nachdem die Punkte für den ersten Durchgang notiert worden sind, wird mit dem nächsten Durchgang begonnen. Nach Ablauf der 4 Kehren (Durchgänge) werden die Punkte der einzelnen Durchgänge addiert. Die Mannschaft mit der höheren Punktzahl tritt als Sieger vom Eis und ist eine Runde weiter.
Die Spannung ist bei jedem Wurf unheimlich groß, und auch die Zuschauer fiebern bei jedem Wurf mit und sind emotional "voll bei der Sache".
Das macht das Eisstockschießen eben nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer spannend und attraktiv. Schließlich können die besten Würfe der einen Mannschaft noch mit dem letzten Wurf der anderen Mannschaft zunichte gemacht werden.
Kein Wunder, dass die Laune bei den Eisstockschieß-Meisterschaften stets auf dem Höhepunkt ist und die Ergebnisse des letzten Abends stets Tagesgespräch in der Stadt sind. Siegerpokale, Ehren- und Trostpreise für die beteiligten Mannschaften sowie eine große Final-Party mit allen Teilnehmern geben den Meisterschaften zusätzlich einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert und Unterhaltungsfaktor.