Eisstockschießen "Früh auf" Heide  
(November/Dezember 2016)

"Früh auf“ Eisvögel schießen um den Friedrichstraßencup
Sport, Spaß und Spannung auf der großen Eisbahn

Auch in diesem Jahr übt sich unser Team mit dem exotischen Namen „Früh auf Eisvögel“ im Dithmarscher Winter-Volkssport, dem Eisstockschießen. Das Turnier um den Friedrichstraßen-Cup auf der Eiswelt in Heide auf dem Marktplatz, welcher von den Einzelhändlern mit über 2.000 Euro dotiert ist (Warengutscheine), ist weiterhin sehr beliebt. 



Bilder vom
Eisstockschießen 2016:
Eröffnung - 1.Grp.Spiel - 2. Grp.Spiel - 3. Grp.Spiel - 4. Grp.Spiel - 5. Grp.Spiel
hier anklicken!


Friedrichstraßen Cup 2016:
Spielplan und Ergebnisse auf einen Blick
(hier anklicken)  

Spielberichte

„Früh auf“ Eisvögel werden die Flügel gestutzt
Beim Warmschießen liefen unsere Eisstöcke wunderbar. Doch da hatten wir wohl die „Rechnung ohne den Wirt gemacht“. Das Match begann alles andere als optimal. Unser Gegner „De seuten Brummer“ legte los wie die Feuerwehr. Wie schon in den vergangenen Spielen lagen wir wieder mal mit 0:1 hinten. Aber damit nicht genug. Wir kamen überhaupt nicht in die Partie und so mussten wir uns auch in der 2. Kehre 0:1 geschlagen geben. 0:2 Rückstand! Jetzt war „Gas geben“ angesagt. Mit der Unterstützung unserer treuen Fans und drei tollen Schüssen brachten wir uns zurück auf die Erfolgsspur. Souverän konnten wir die 3. Kehre mit 3:0 für uns entscheiden. Mit dem 3:2 hatten wir das Blatt vor der letzten Kehre für uns gewendet. Mit 1:0 setzten wir uns auch in der 4. Kehre durch. Mit dem 4:2 hatten wir zumindest unsere Hausaufgaben erledigt.
Unser Blick ging nun auf die Nebenbahn, wo unsere Kontrahenten sich ein erbittertes Match lieferten. Unser banges Warten begleitete beim Spielstand von 2:2 den letzten Schuss des „ABC Schiriteams“. Und es trat genau das ein, was nicht hätte sein dürfen. Das Schiriteam vergeigte leider diesen allerletzten Schuss, so dass die beiden Teams sich 2:2 trennten und somit gemeinsam KO Phase erreichten. 
Für uns gilt es schon jetzt „Auf ein Neues im Jahr 2017“!

„Früh auf“ Eisvögel vergeigen 4. Gruppenspiel
Im vorletzten und vielleicht schon vorentscheidenden 4. Gruppenmatch wartete auf dem Eis die „Vereiste Räuberbande“ auf uns. Carsten hatte einen Sahnetag erwischt und setzte seinen Stock als erster Schütze in den einzelnen Kehren immer wieder gekonnt an die Daube. Leider konnten von unseren weiteren Schützen in den einzelnen Kehren ein paar entscheidende Chancen nicht verwertet werden, so dass wir nicht auf Touren kamen. Wir mussten wohl oder übel das Match mit 1:3 an unseren Gegner abgeben. Was für eine Enttäuschung im vorletzten Gruppenspiel. Doch die Messe ist noch nicht gelesen….Jetzt hilft uns im letzten Gruppenspiel jedoch nur noch ein Sieg mit mind. 2 Eisstöcken Vorsprung und eine gleichzeitige Niederlage der „Vereisten Räuberbande“ gegen das „ABC Schiriteam“. Sollten die beiden Kontrahenten im letzten Gruppenspiel Unentschieden spielen, wären wir definitiv raus.

Nur Unentschieden im 3. Gruppenspiel
Nach vielen Spielen in der gleichen Formation, mussten wir erstmals wieder umdisponieren. Aufgrund seiner Erkrankung war Wolfgang nicht in Vollbesitz seiner Kräfte. Doch mit Michi Flor konnten wir schnell Unterstützung für unser Team finden. Das Match gegen das Team „Hot Shots“ begann jedoch alles andere als optimal, denn gleich nach der ersten Kehre lagen wir mit 0:2 zurück. Zum Glück konnten wir uns in der zweiten Kehre steigern und glichen verdient zum 2:2 aus. Nach der dritten Kehre sah es dann sogar nach einem Sieg für uns aus, indem Holger seinen Eisstock so platzierte, dass wir mit 3:2 in Führung gingen. Doch so richtig flutschen wollten die Eisstöcke an diesem Abend für uns dann doch nicht. In der letzten Kehre gaben wir dann auch völlig unnötig noch den Sieg aus der Hand, indem wir unserem Gegner „gestatteten“ einen Eisstock nah an der Daube zu platzieren, so dass wir nicht über ein Remis hinaus kamen. Jetzt sind wir dazu verdammt, aus den letzten beiden Gruppenspielen mind. 4 Punkte zu holen, um die K.O.-Phase zu erreichen. Als nächster Gegner steht nun am 16. Dezember die „Vereiste Räuberbande“, die uns mit einem Sieg und einem Remis dicht auf die Pelle gerückt ist, auf dem Zettel
 (Fr. 16. Dezember, 21:40 Uhr). Über Unterstützung würden wir uns natürlich freuen.

 1.Sieg nach Zitterpartie
Der Sieg konnte nur dadurch eingefahren werden, weil unser Gegner an diesem Abend große Fairness bewies. Aber der Reihe nach. Schon beim „Warmschießen“ merkten wir, dass wir heute eigentlich ganz gut drauf waren. In der ersten Kehre war das Schussglück bei den „gefrorenen Erziehern“, so dass wir, wie schon im ersten Match, mit 0:1 ins Hintertreffen gerieten. Doch wir ließen uns nicht aus der Ruhe bringen und konzentrierten uns auf die nächsten Kehren. So kam es, dass wir den Rückstand nach der dritten Kehre in einen 2:1 Vorsprung umwandeln konnten. Trotzdem blieb es vor der vierten Kehre eine knappe Kiste. In der vierten Kehre behielt Wolfgang die Nerven und setzte seinen Stock so, dass wir unseren Vorsprung auf 3:1 ausbauten. Als vorletzter Schütze nahm Sven den Eisstock und setzte den Eisstock als „Blocker“ vor das Haus, als plötzlich der „Schiri“ anmerkte, dass Sven mit der falschen Farbe geschossen hatte. Dieses Missgeschick konnte nunmehr nach den Regeln nur damit geahndet werden, dass der Eisstock gegen die richtige Farbe ausgetauscht wird, der Eisstock noch mal geschossen wird oder die Kehre mit 4:0 für unseren Gegner gewertet wird, gelichbedeutend damit, dass wir das Match dann mit 2:5 verloren hätten. Doch unser Gegner legte große Fairness an den Tag und entschied sich dafür, den Eisstock gegen die richtige Farbe auszutauschen. Sven fiel natürlich ein Stein vom Herzen und lud den Gegner umgehend zu einer Punschrunde ein. Getreu dem Motto „Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen“ wird Sven dieses Missgeschick sicherlich noch länger verfolgen. Ach, übrigens, das Match hatten wir am Ende mit 4:1 gewonnen.

Früh auf Eisvögel starten zum Auftakt der Gruppenspiele mit einem Unentschieden
In der bewährten Besetzung Carsten Münch, Wolfgang Köhne, Sven Borchers und Holger Rodenborg nimmt unser Team „Früh auf Eisvögel“ auch in diesem Jahr am Eistockschießen um den Friedrichstraßen –Cup teil.
Im ersten Vorrundenspiel trafen wir auf das Team „ABC Schiri Team“, dass sich für uns als  unangenehmer Gegner erweisen sollte. So kam es, dass wir nach der ersten Kehre mit 0:1 ins Hintertreffen gerieten. Doch einmal kurz durchgeschüttelt für die nächsten Kehren, konnten wir die zweite und dritte Kehre knapp für uns entscheiden, so dass wir mit einem 2:1 Vorsprung in die letzte Kehre gingen. Leider war uns das Schussglück nicht hold und so mussten wir die letzte Kehre mit 0:1 an unseren Gegner abgeben, so dass das Match 2:2 endete. So war zumindest unser Ziel, nicht mit einer Niederlage in die Gruppenspiele zu starten, erreicht. Bereits am folgenden Tag wartete mit dem Team„ Frozen Educators“ („gefrorene Erzieher“) der nächste Gegner auf uns.

___________________________________________________________________________________________________________________________
Wissenswertes über das Eisstockschießen um den Friedrichstraßen-Cup:

Die Mannschaften bestehen im Schnitt aus vier bis acht Personen und sind im "wirklichen Leben" oftmals Kegelvereine, Betriebssportmannschaften, Stammtischrunden, Redaktions-Mannschaften oder ähnliche Gruppen. Mannschaftsnamen wie "Coole Schneeschieber", "Die Frostködel", „Die stolzen Eistiger“ oder "Hammelbande“" belegen den Fun-Faktor dieses Eis-Events.
Die Spieldauer beträgt ca. 20 Minuten.
Die Gründe, warum Eisstockschießen bei allen Altersschichten gleichermaßen beliebt ist, liegen auf der Hand: Man braucht keine spezielle Ausrüstung oder Kleidung, man kann rutschfeste Schuhe tragen und man benötigt keine besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten: Die Teilnehmer lassen abwechselnd von einer Grundlinie aus den Eisstock, einen (Griff-)Stock mit einer schweren Scheibe unten dran, übers Eis schlittern. Ziel ist es, die Eisstöcke möglichst nahe an ein entfernt liegendes Ziel, in diesem Fall die "Daube", zu platzieren. Die Daube ist ein im Zielfeld (2 Meter x 2 Meter) beweglicher Zielgegenstand. Wird die Daube aus dem Zielfeld geschossen, so wird sie wieder auf das Mittelkreuz des Zielfeldes gelegt auf dem sie zu Beginn des Spiels und jeder Kehre dieses Spiels zu liegen hat.
Doch ein gut platzierter Stock garantiert noch nicht den Sieg. Jeder nachfolgende Mitspieler kann sowohl den schon gesetzten Stock als auch die Daube verschieben und sich oder seine Mitstreiter in die bessere Ausgangsposition bringen.
Ein wahres "Mensch ärgere dich nicht auf dem Eis". Denn ganz ohne Kommentar oder Neckereien der geselligen Runde wird ein Fehlschuss nicht bleiben. Am meisten Spaß macht es, den Gegner noch kurz vor dem Gewinn der Kehre, so heißt ein Durchgang, rauszuwerfen. 

Regeln: Es werden pro Ausscheidungsrunde 4 Kehren (Durchgänge) gespielt.

Auf der Grundlinie, die durch den Trittstand festgelegt wird, darf man sich frei bewegen. Die Daube ist der Zielpunkt und wird durch den Schiedsrichter in einem Abstand von ca. 15 m in einem Zielfeld platziert.
Die Eisstöcke werden im Wechsel von den Mitspielern der jeweiligen Mannschaften geworfen. Jede Mannschaft hat 4 Würfe in einer Kehre (Durchgang). Alle 8 geworfenen Eisstöcke bleiben dort liegen, wo sie zu Ruhe gekommen sind. Falls ein Eisstock die Daube trifft und diese somit verschiebt, ergibt sich ein neuer ,,Zielort“. Die Daube ist also wie oben erwähnt immer das Ziel.

Nachdem jede Mannschaft 4 mal geworfen hat ist eine Kehre beendet und die Punkte der beiden Mannschaften werden notiert.

Punktvergabe: Die Mannschaft, dessen Eisstock am nächsten an der Daube liegt (Zentimetermaß bereithalten), erhält einen Punkt. Sollte der zweitnächste Eisstock derselben Mannschaft gehören, erhält diese dafür einen weiteren Punkt. Das gleiche gilt auch für den dritten und vierten Eisstock. Sollte jedoch ein Eisstock der gegnerischen Mannschaft dazwischen liegen, fällt die zuvor genannte Zusatzbepunktung weg.

Nachdem die Punkte für den ersten Durchgang notiert worden sind, wird mit dem nächsten Durchgang begonnen. Nach Ablauf der 4 Kehren (Durchgänge) werden die Punkte der einzelnen Durchgänge addiert. Die Mannschaft mit der höheren Punktzahl tritt als Sieger vom Eis und ist eine Runde weiter.
Die Spannung ist bei jedem Wurf unheimlich groß, und auch die Zuschauer fiebern bei jedem Wurf mit und sind emotional "voll bei der Sache".
Das macht das Eisstockschießen eben nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer spannend und attraktiv. Schließlich können die besten Würfe der einen Mannschaft noch mit dem letzten Wurf der anderen Mannschaft zunichte gemacht werden.
Kein Wunder, dass die Laune bei den Eisstockschieß-Meisterschaften stets auf dem Höhepunkt ist und die Ergebnisse des letzten Abends stets Tagesgespräch in der Stadt sind. Siegerpokale, Ehren- und Trostpreise für die beteiligten Mannschaften sowie eine große Final-Party mit allen Teilnehmern geben den Meisterschaften zusätzlich einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert und Unterhaltungsfaktor.