„Früh auf“ Eisvögel schießen um den begehrten
Friedrichstraßencup 2017 im Eisstockschießen

(November/Dezember 2017)

 Auch in diesem Jahr übt sich unser Team mit dem exotischen Namen „Früh auf Eisvögel“ im Dithmarscher Volkssport, dem Eisstockschießen. Das Turnier um den Friedrichstraßen-Cup auf der Heider Winterwelt auf dem Marktplatz, welcher von den Einzelhändlern mit knapp 6.000 Euro dotiert ist (Warengutscheine), sprengt inzwischen alle Dimensionen und ist eines der größten Wettkämpfe dieser Art im Land. Die Zahl der Mannschaften, die sich in diesem Jahr beim Spielleiter Michael Hopmann angemeldet haben, beläuft sich auch in diesem Jahr auf stolze 160 Teams. Die Zahl der Bewerbungen lag sogar bei weit über 200 Mannschaften, so dass eine Teilnahme für 60 Mannschaften ausgelost werden musste.

Nach einem straffen Zeitplan spielen die Teams vom 27. November bis 29. Dezember 2017 um den begehrten Cup. Zunächst ging es in die Gruppenphase mit 160 Mannschaften in 32 Gruppen a 5 Mannschaften. Gespielt wird „Jeder“ gegen „Jeden“ (320 Spiele) in den jeweiligen Gruppen.
Die beiden Bestplatzieren qualifizieren sich für die nächste Runde, welche dann im
KO –System (Verlierer scheidet aus) ausgetragen wird.

Unserer Vorrunden-Gruppe setzte sich zusammen aus:
„Früh auf“ Eisvögel
Eider Eisbären
Otto Olde Babybaulöwen
Oschis Pudel Gang
Die Dachsanierer

Unser Team 2017:
Nach vielen Turnieren in der gleichen Besetzung, mussten wir umdisponieren. Aufgrund seiner Knieverletzung musste unser sicherer Schütze Holger Rodenborg seine Teilnahme absagen. Doch mit Peter Hoffmann konnten wir schnell Unterstützung für unser Team finden:

von links: Carsten Münch, Michael Flor, Wolfgang Köhne, Sven Borchers und Peter Hoffmann


Bilder der „Früh auf“ Eisvögel vom Eisstockschießen 2017

Eröffnung - 1.Grp.Spiel - 2. Grp.Spiel - 3. Grp.Spiel - 4. Grp.Spiel
Spiel 1. KO Runde, Spiel 2. KO-Runde, Achtelfinale

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Friedrichstraßen Cup 2017:
Spielplan und Ergebnisse auf einen Blick
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Spielberichte „Früh auf“ Eisvögel (Gruppenphase und KO-Runde 2017)

„Früh auf“ Eisvögel werden die Flügel gestutzt – Aus im Achtelfinale -
Im Achtelfinale wartete der befürchtete schwere Gegner „Golddinger“ auf uns, der alle (!) seine bisherigen 6 Spiele in diesem Turnier gewonnen hatte. Beim Warmschießen liefen unsere Eisstöcke wunderbar. Doch da hatten wir wohl die „Rechnung ohne den Wirt gemacht“. Das Match begann mit einer Kehre in weder wir noch unser Gegner einen Eisstock im Haus platzieren konnten. Auch die 2. Kehre lief für uns alles andere als optimal, die mit 1:0 an die „Golddinger“ ging. In der 3. Kehre konnten wir 2 unserer Eisstöcke dicht an die Daube schießen. Doch die „Golddinger“ bewiesen Nervenstärke und schossen mit ihrem Eisstock unseren Stock weg, zudem blieb deren Eisstock am nahesten an der Daube stehen, so dass wir die 3. Kehre auch mit 0:1 an unsren Gegner abgeben mussten. 0:2 hieß es somit vor der alles entscheidenden 4. Kehre. Doch hier kamen wir nicht mehr auf Touren und mussten die 4. Kehre an die „Golddinger“ abgeben. So mussten wir wohl oder übel das Match, wenn auch etwas zu hoch, mit 0:4 an unseren Gegner abgeben, gleichbedeutend damit, dass wir aus dem Turnier ausschieden.

„Früh auf“ Eisvögel ziehen nach tollen Spiel ins Achtelfinale ein
In der 2. KO Runde wartete mit den „1860er“ (Team des MTV Heide) ein Team auf uns, dass von seinen 5 Spielen gleich 4 Spiele gewonnen hatte. Zu Beginn lief es bei uns prächtig. Schnell sicherte Sven das 1:0 in der ersten Kehre. Und auch die 2. Kehre lief optimal, in der wir ein 2:0 für uns sicherten und somit mit einem 3:0 Vorsprung in die 3. Kehre gingen. Leider war uns das Schussglück in der 3. Kehre nicht hold und so mussten wir diese mit 0:2 an unseren Gegner abgeben. Mit einem 3:2 blieb es jetzt vor der vierten Kehre eine knappe Kiste. Doch auch hier waren die 1860er mit ihrem Stock einen Tick dichter an der Daube. In einem Match auf Augenhöhe stand es somit nach der 4. Kehre 3:3, so dass es zu einem Stechen kam. Zum Glück hatte Sven ein gutes Gespür und benannte Peter Hofmann als unseren 1. Schützen. Nervenstark platzierte Peter seinen Eisstock dichter an die Daube, als der Schütze der „1860er“. Unter großem Jubel unserer Fans erreichten wir so das Achtelfinale, in dem der große Titelfavorit „Die Golddinger“ auf uns wartet.

 „Früh auf“ Eisvögel erreichen 2. KO-Runde
Unser Gegner in der 1. KO Runde „Best of 64“ war für uns kein Unbekannter. Das von unserem Vorstandsmitglied und Angelkollegen Andreas Kunz betreute Team der Stiftung Mensch „Die Stifties“ hatte in der Gruppenphase eine starke Leistung gezeigt und gewann ihre Gruppenphase ungeschlagen und souverän mit 10 Punkten und einem tollen „Stockverhältnis“ von 16:4. Wir hatten daher einen heiden Respekt vor den „Stifties“. Doch „Bange machen gilt nicht“ war unser Motto. Wir legten einen guten Schuss vor und gingen nach den ersten beiden Kehren mit einem beruhigenden 3:0 in Führung. Wir erinnerten uns in diesem Match zum richtigen Zeitpunkt an unsere Fähigkeiten und erreichten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ein tolles 4:0, gleichbedeutend mit dem Erreichen der 2. KO Runde

Endergebnis Gruppenphase Gruppe O:

Platz

Team

Spiele

Niederl.

Remis

Siege

Summe

Diff.

Punkte

1

Oschis Pudel Gang

4

1

0

3

11:7

+4

9

2

„Früh auf“ Eisvögel

4

1

1

2

8:7

+1

7

3

Eider Eisbären

4

2

0

2

10:9

+1

6

4

Die Dachsanierer

4

2

0

2

8:7

+1

6

5

Otto Olde Babybaulöwen

4

3

1

0

4:11

-7

1

 Sekt oder Selters? Sekt ! für die „Früh auf“ Eisvögel!
Das 4. Gruppenspiel musste dann gegen das mit drei Siegen gestartete Team „Oschis Pudel Gang“ unbedingt 3-fach gepunktet werden, um die KO Runde zu erreichen. Wir kamen wieder gut ins Spiel und setzten in der 1. Kehre unseren letzten Eisstock so dicht an die Daube, dass wir mit einem 1:0 die Partie eröffneten. Die 2. Kehre ging knapp mit 1:0 an unseren Gegner. In diesem Augenblick hofften wir, dass der „Pudel“ nicht zu einem „Terrier“ mutiert. Aber wir konnten die bis dato ungeschlagene „Pudel Gang“ bändigen, so dass wir die 3. und 4. Kehre jeweils mit 1:0 für uns entschieden. Endstand 3:1 – Gruppenzweiter-. So war die Freude groß, dass man die KO-Runde, nach dem frühen Aus im vergangenen Jahr, doch noch erreicht hatte.
Übrigens: Der Titelverteidiger von 2016 und Mitfavorit 2017 „Oldes Baulöwen“ musste schon nach der Gruppenphase seine „Koffer packen“.
 

Knoten bei den „Früh auf“ Eisvögeln nach Wasserschlacht geplatzt
Das 3. Gruppenspiel gegen die „Eider Eisbären“ war für uns schon so gesehen unser „erstes Endspiel“. Beim Warmschießen war unser unbedingter Wille erkennbar, das Match erfolgreich zu beenden. So gewannen wir die erste Kehre knapp mit 1:0. Die 2. Kehre lief nicht nach unserem Geschmack, obwohl wir die Eisstöcke recht gut platziert hatten, konnten die „Eider Eisbären“ mit dem letzten Stock die Kehre noch drehen, so dass es mit einem 1:1 in die 3. Kehre ging. Der vorm Spiel beginnende Dauerregen hatte die Eisbahn mittlerweile in eine Seenlandschaft verwandelt, so dass man nicht mehr unter regulären Verhältnissen die 3. und 4. Kehre ausspielte. Wir konnten der unter Wasser stehenden Eisbahn trotzen und die 3. und 4. Kehre, unter dem Jubel unserer Fans an der Bande, jeweils mit 1:0 gewinnen, so dass wir uns mit einem 3:1 die Möglichkeit eröffneten, aus eigener Kraft doch noch die KO-Runde zu erreichen.

„Früh auf“ Eisvögel vergeigen 2. Gruppenspiel
Im 2. Gruppenspiel standen uns als Gegner „Die Dachsanierer“ gegenüber. Leider hatten wir nicht unseren besten Tag erwischt und unser Gegner war an diesem Tag zu treffsicher. Am Ende unterlagen wir im strömenden Regen den „Dachsanierern“ verdient mit 0:3. Das Problem: Jetzt standen wir schon nach zwei Spielen mit dem Rücken zur Wand. Gleichbedeutend mit der Niederlage mussten wir nun also unsere letzten zwei Gruppenspiele unbedingt gewinnen, um doch noch in die KO-Runde einzuziehen.

Früh auf Eisvögel starten zum Auftakt der Gruppenspiele mit einem Unentschieden
Im 1. Gruppenspiel trafen wir auf das Team von „Otto Olde Babybaulöwen“ vom Baugeschäft Olde, die erstmals am Turnier teilnahmen. Unser Ziel war es zumindest nicht mit einer Niederlage ins Turnier zu starten. Und zweitens natürlich weiter zu kommen als im letzten Jahr, als wir bereits nach der Gruppenphase ausschieden. Nach der ersten Kehre gingen wir mit 1:0 in Führung. Ein beruhigender Auftakt dachten wir uns. Aber nach dem dritten Durchgang lagen wir plötzlich mit 1:2 in Rückstand. So standen wir vor der 4. Kehre unter Druck zumindest noch remis zu spielen. Sven konnte dann den letzten Eisstock in der Nähe der Daube platzieren, so dass wir dieses Match mit einem 2:2 beendeten.

                                                     Unsere Platzierungen seit 2007:

2017

Achtelfinale

2016

Vorrunde/Gruppenphase

2015

Viertel-Finale

2014

Sieger

2013

Achtel-Finale

2012

3. Runde

2011

1. Runde

2010

Viertel-Finale

2009

1. Runde

2008

3. Runde

2007

2. Runde

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Wissenswertes über das Eisstockschießen um den Friedrichstraßen-Cup:

Die Mannschaften bestehen im Schnitt aus vier bis acht Personen und sind im "wirklichen Leben" oftmals Kegelvereine, Betriebssportmannschaften, Stammtischrunden, Vereine oder ähnliche Gruppen. Mannschaftsnamen wie "Coole Schneeschieber", "Die Frostködel", „Die stolzen Eistiger“ oder "Hammelbande“" belegen den Fun-Faktor dieses Eis-Events.
Die Spieldauer beträgt ca. 20 Minuten.
Die Gründe, warum Eisstockschießen bei allen Altersschichten gleichermaßen beliebt ist, liegen auf der Hand: Man braucht keine spezielle Ausrüstung oder Kleidung, man kann rutschfeste Schuhe tragen und man benötigt keine besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten: Die Teilnehmer lassen abwechselnd von einer Grundlinie aus den Eisstock, einen (Griff-)Stock mit einer schweren Scheibe unten dran, übers Eis schlittern. Ziel ist es, die Eisstöcke möglichst nahe an ein entfernt liegendes Ziel, in diesem Fall die "Daube", zu platzieren. Die Daube ist ein im Zielfeld (2 Meter x 2 Meter) beweglicher Zielgegenstand. Wird die Daube aus dem Zielfeld geschossen, so wird sie wieder auf das Mittelkreuz des Zielfeldes gelegt auf dem sie zu Beginn des Spiels und jeder Kehre dieses Spiels zu liegen hat.
Doch ein gut platzierter Stock garantiert noch nicht den Sieg. Jeder nachfolgende Mitspieler kann sowohl den schon gesetzten Stock als auch die Daube verschieben und sich oder seine Mitstreiter in die bessere Ausgangsposition bringen.
Ein wahres "Mensch ärgere dich nicht auf dem Eis". Denn ganz ohne Kommentar oder Neckereien der geselligen Runde wird ein Fehlschuss nicht bleiben. Am meisten Spaß macht es, den Gegner noch kurz vor dem Gewinn der Kehre, so heißt ein Durchgang, rauszuwerfen. 

Regeln: Es werden pro Ausscheidungsrunde 4 Kehren (Durchgänge) gespielt.

Auf der Grundlinie, die durch den Trittstand festgelegt wird, darf man sich frei bewegen. Die Daube ist der Zielpunkt und wird durch den Schiedsrichter in einem Abstand von ca. 15 m in einem Zielfeld platziert.
Die Eisstöcke werden im Wechsel von den Mitspielern der jeweiligen Mannschaften geworfen. Jede Mannschaft hat 4 Würfe in einer Kehre (Durchgang). Alle 8 geworfenen Eisstöcke bleiben dort liegen, wo sie zu Ruhe gekommen sind. Falls ein Eisstock die Daube trifft und diese somit verschiebt, ergibt sich ein neuer ,,Zielort“. Die Daube ist also wie oben erwähnt immer das Ziel.

Nachdem jede Mannschaft 4 mal geworfen hat ist eine Kehre beendet und die Punkte der beiden Mannschaften werden notiert.

Punktvergabe: Die Mannschaft, dessen Eisstock am nächsten an der Daube liegt (Zentimetermaß bereithalten), erhält einen Punkt. Sollte der zweitnächste Eisstock derselben Mannschaft gehören, erhält diese dafür einen weiteren Punkt. Das gleiche gilt auch für den dritten und vierten Eisstock. Sollte jedoch ein Eisstock der gegnerischen Mannschaft dazwischen liegen, fällt die zuvor genannte Zusatzbepunktung weg.

Nachdem die Punkte für den ersten Durchgang notiert worden sind, wird mit dem nächsten Durchgang begonnen. Nach Ablauf der 4 Kehren (Durchgänge) werden die Punkte der einzelnen Durchgänge addiert. Die Mannschaft mit der höheren Punktzahl tritt als Sieger vom Eis und ist eine Runde weiter.
Die Spannung ist bei jedem Wurf unheimlich groß, und auch die Zuschauer fiebern bei jedem Wurf mit und sind emotional "voll bei der Sache".
Das macht das Eisstockschießen eben nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer spannend und attraktiv. Schließlich können die besten Würfe der einen Mannschaft noch mit dem letzten Wurf der anderen Mannschaft zunichte gemacht werden.
Kein Wunder, dass die Laune bei den Eisstockschieß-Meisterschaften stets auf dem Höhepunkt ist und die Ergebnisse des letzten Abends stets Tagesgespräch in der Stadt sind. Siegerpokale, Ehren- und Trostpreise für die beteiligten Mannschaften sowie eine große Final-Party mit allen Teilnehmern geben den Meisterschaften zusätzlich einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert und Unterhaltungsfaktor.