Eisstockschießen "Früh auf" Heide  
(November/Dezember 2010)

Im Kampf um den begehrten Friedrichstraßencup 2010 im Eisstockschießen
fliegen die „Früh auf“ Eisvögel bis ins Viertelfinale

Auch in diesem Jahr übt sich unser Team mit dem exotischen Namen „Früh auf Eisvögel“ im neuen Dithmarscher Volkssport, dem Eisstockschießen. Das Turnier um den Friedrichstraßen-Cup auf der Eiswelt in Heide auf dem Marktplatz, welcher von den Einzelhändlern mit 3.000 Euro dotiert ist (Warengutscheine) sprengt inzwischen alle Dimensionen: Die Zahl der Mannschaften, die sich in diesem Jahr beim Regionalmanager Dirk Matthiessen angemeldet hatten, beläuft sich auch in diesem Jahr stolze 128 Teams angewachsen. 
Nach einem straffen Zeitplan spielen die Teams vom 23. November bis 22. Dezember im K.O. System. Der Sieger kommt jeweils eine Qualifikationsrunde weiter.

In der 1. Runde des Eisstockschießens um den Friedrichstraßen Cup traf unser Team „Früh auf Eisvögel“ (Bild oben v.li.: Holger Rodenborg, Sven Borchers, Wolfgang Köhne, Friedemann Bach und Carsten Münch) in diesem Jahr auf das Team „Talentfrei“. Nachdem wir im letzten Jahr schon in der ersten Runde die Segel streichen mussten, schien uns auch dieses Jahr das gleiche Schicksal zu treffen. Nach schwachem Beginn, konnten wir jedoch zum Schluss unseren Gegner mit 3:2 niederkämpfen. So war die Freude groß, dass man die nächste Runde, nach dem frühen Aus im vergangenen Jahr, erreicht hatte.

In der 2. Runde wartete das Team „Zahlenkünstler“ auf uns. Nicht nur, das wir nach der ersten Kehre mit 0:1 in Rückstand gerieten. Nein! Nach dem zweiten Durchgang lagen wir mit 1:2 in Rückstand. Die letzte Kehre war dann vor Dramatik fast nicht zu überbieten. Wir konnten zwei Eisstöcke in der Nähe der Daube platzieren. So dass wir dieses Match noch umbiegen konnten und wie bereits das Erstrundenmatch mit 3:2 gewannen.

In der 3. Runde wartete das Team „Golden Girls“. Hinter dem Team „Golden Girls“ verbargen sich nicht vier junge Mädchen, sondern vier junge Männer – Sie legten einen guten Schuss vor und ging nach der ersten Kehre mit 2:0 in Führung. Doch in der zweiten Kehre zeigte sich, zu welchen Taten unser Team in der Lage ist. Mit Gefühl platzierten wir unsere Stöcke so geschickt, dass wir vier Punkte einsammelten zu einer 4:2 Führung. Unserem Gegner fielen dabei die Kinnladen herunter. Am Ende gewannen wir dieses Match mit 5:3. Das Achtelfinale war erreicht.

Das Achtelfinale standen uns als Gegner die „Eiskalt abserviert“ gegenüber. Wie bereits in den vorangegangenen Begegnungen, legte unser gegnerisches Team wieder einen besseren Start hin. Trotz 1:2 Rückstand nach der dritten Kehre bewahrten wir die Ruhe und gewannen letztendlich verdient dieses Match mit 3:2 und erreichten somit das Viertelfinale. Wer hätte das gedacht.

Im Viertelfinale wartete der befürchtete schwere Gegner auf uns. Unser Gegner „Hydraulik Jaster“ legte fulminant los und platzierte seine Eisstöcke sehr geschickt um die Daube. Bereits nach der ersten Kehre lagen wir 0:2 hinten. Leider hatten wir nicht unseren besten Tag erwischt und unser Gegner war an diesem Tag zu treffsicher. Am Ende siegte „Hydraulik Jaster“ verdient mit 5:0.

Für uns gilt es schon jetzt „Auf ein Neues im Jahr 2011“.

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Eisstockschießen

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Wissenswertes über das Eisstockschießen um den Friedrichstraßen-Cup:

Die Mannschaften bestehen im Schnitt aus vier bis acht Personen und sind im "wirklichen Leben" oftmals Kegelvereine, Betriebssportmannschaften, Stammtischrunden, Redaktions-Mannschaften oder ähnliche Gruppen. Mannschaftsnamen wie "Coole Schneeschieber", "Die Frostködel", „Die stolzen Eistiger“ oder "Hammelbande“" belegen den Fun-Faktor dieses Eis-Events.
Die Spieldauer beträgt ca. 20 Minuten.
Die Gründe, warum Eisstockschießen bei allen Altersschichten gleichermaßen beliebt ist, liegen auf der Hand: Man braucht keine spezielle Ausrüstung oder Kleidung, man kann rutschfeste Schuhe tragen und man benötigt keine besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten: Die Teilnehmer lassen abwechselnd von einer Grundlinie aus den Eisstock, einen (Griff-)Stock mit einer schweren Scheibe unten dran, übers Eis schlittern. Ziel ist es, die Eisstöcke möglichst nahe an ein entfernt liegendes Ziel, in diesem Fall die "Daube", zu platzieren. Doch ein gut platzierter Stock garantiert noch nicht den Sieg. Jeder nachfolgende Mitspieler kann sowohl den schon gesetzten Stock als auch die Daube verschieben und sich oder seine Mitstreiter in die bessere Ausgangsposition bringen.
Ein wahres "Mensch ärgere dich nicht auf dem Eis". Denn ganz ohne Kommentar oder Neckereien der geselligen Runde wird ein Fehlschuss nicht bleiben. Am meisten Spaß macht es, den Gegner noch kurz vor dem Gewinn der Kehre, so heißt ein Durchgang, rauszuwerfen. 

Regeln: Es werden pro Ausscheidungsrunde 4 Kehren (Durchgänge) gespielt.

Auf der Grundlinie, die durch den Trittstand festgelegt wird, darf man sich frei bewegen.

Die Daube ist der Zielpunkt und wird durch den Schiedsrichter in einem Abstand von ca. 20 m platziert.

Die Eisstöcke werden im Wechsel von den Mitspielern der jeweiligen Mannschaften geworfen. Jede Mannschaft hat 4 Würfe in einer Kehre (Durchgang). Alle 8 geworfenen Eisstöcke bleiben dort liegen, wo sie zu Ruhe gekommen sind. Falls ein Eisstock die Daube trifft und diese somit verschiebt, ergibt sich ein neuer ,,Zielort“. Die Daube ist also wie oben erwähnt immer das Ziel.

Nachdem jede Mannschaft 4 mal geworfen hat ist eine Kehre beendet und die Punkte der beiden Mannschaften werden notiert.

Punktvergabe: Die Mannschaft, dessen Eisstock am nächsten an der Daube liegt (Zentimetermaß bereithalten), erhält einen Punkt. Sollte der zweitnächste Eisstock derselben Mannschaft gehören, erhält diese dafür einen weiteren Punkt. Das gleiche gilt auch für den dritten und vierten Eisstock. Sollte jedoch ein Eisstock der gegnerischen Mannschaft dazwischen liegen, fällt die zuvor genannte Zusatzbepunktung weg.  

Beispiele:
(1)        B            A  B                             (2)                    A            B

                                                                                                B B

                        B

                        A A            B                                                          A            A

                        Ä                                                                     Ä    B     A

                        A

Bsp. (1)  Mannschaft A = 3 Pkte. Bsp. (2)  Mannschaft A = 1 Pkt.

Nachdem die Punkte für den ersten Durchgang notiert worden sind, wird mit dem nächsten Durchgang begonnen. Gespielt wird in entgegengesetzter Richtung. Nach Ablauf der 4 Kehren (Durchgänge) werden die Punkte der einzelnen Durchgänge addiert. Die Mannschaft mit der höheren Punktzahl tritt als Sieger vom Eis und ist eine Runde weiter.
Die Spannung ist bei jedem Wurf unheimlich groß, und auch die Zuschauer fiebern bei jedem Wurf mit und sind emotional "voll bei der Sache".
Das macht das Eisstockschießen eben nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer spannend und attraktiv. Schließlich können die besten Würfe der einen Mannschaft noch mit dem letzten Wurf der anderen Mannschaft zunichte gemacht werden.
Kein Wunder, dass die Laune bei den Eisstockschieß-Meisterschaften stets auf dem Höhepunkt ist und die Ergebnisse des letzten Abends stets Tagesgespräch in der Stadt sind. Siegerpokale, Ehren- und Trostpreise für die beteiligten Mannschaften sowie eine große Final-Party mit allen Teilnehmern geben den Meisterschaften zusätzlich einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert und Unterhaltungsfaktor.