Jahreshauptversammlung "Früh auf" Heide
(23. Februar 2014)

80 Jahre „Früh auf“ Heide

Angelfreunde ziehen positive Bilanz

   
Gut besucht war die Jahreshauptversammlung des Sportangelvereins „Früh auf“ Heide, zur Freude vom Vorsitzenden Friedemann Bach. 70 Petrijünger sowie Heides Bürgermeister Ulf Stecher, fanden sich im „Früh auf“ Vereinslokal „MTV Sportheim“ in Heide ein. Bürgermeister Stecher sprach im Namen aller Heider seinen Dank an die Heider Sportangler für deren Einsatz zum Erhalt des vom Angelverein seit nunmehr 80 Jahren betreuten, über 170 Hektar großen, Landschaftsschutzgebietes Ostroher/Süderholmer Moor mit seinen Gewässern aus.  


Der stellvertretende Schriftwart Olaf Rüth gab in seinem Geschäftsbericht bekannt, dass der Mitgliederbestand nicht stabil gehalten werden konnte. So gab es rund 60 Abgänge durch Austritte und nachträgliche Kündigungen. Der Verein zählt insgesamt 307 Mitglieder, davon 215 ordentliche Mitglieder, 38 Fördermitglieder, 3 Ehrenmitglieder und die 51-köpfige Jugendgruppe. Dass das Angeln nicht nur eine Männerdomäne ist, zeigt der Frauenanteil. Immerhin gehören dem Verein 27 Frauen, darunter sieben Mädchen an.

Einen umfassenden Kassenbericht legte der zweite Vorsitzende Kai Kuchel vor, an dem die Kassenprüfer Dietmar Unger und Michael Heckmann keine Beanstandungen hatten. „Trotz der vielen Abgänge im vergangenen Jahr haben wir einen gesunden und sehr aktiven Verein,“ so Unger weiter. Dem Schatzmeister wurde einstimmig die Entlastung erteilt.

Zufrieden mit den Einsätzen der Arbeitsdienstler und den Fangergebnissen zeigten sich die Gewässerwarte. „Wir haben viel geschafft. Für umfangreiche Ufersicherungsmaßnahmen mussten im Süderholmer und Ostroher Moor 1000 Pfähle an verschiedenen Kuhlen eingebracht werden. Von Privatleuten tonnenweise zur Verfügung gestelltes Tannengrün wurde zu Faschinen verarbeitet. Weit über 1000 Arbeitsstunden wurden durch die Mitglieder geleistet,“ so Gewässerwart Manfred Poremba (Bild unten). Poremba bedauert jedoch die geringe Anzahl der Mitglieder, die den Arbeitsdienst wahrnehmen.

Aus den Fangmeldungen der Mitglieder ging hervor, dass im vergangenen Jahr, ohne Berücksichtigung des Fanggewichts der Vereins-Gemeinschaftsangeln, über eine halbe Tonne Fisch von den Mitgliedern gefangen wurde.

 

„Der Fischbesatz gehört für die Erhaltung, Vermehrung oder Verbesserung des Fischbestandes im Gewässer ebenso zu den Hegemaßnahmen, wie Strukturverbesserungen im Gewässer, um einen geeigneten Lebensraum zu schaffen,“ so Carsten Münch, Umwelt- und Naturschutzbeauftragter des Vereins. „Durch unser neues Konzept beim Fischbesatz, das seit zwei Jahren verfolgt wird, und das Umsetzen von Fischen bei Vereinsveranstaltungen, konnte schon jetzt der Fischbestand deutlich verbessert werden. Im vergangenen Frühjahr und Herbst wurden die Vereinsgewässer mit 300 Kilogramm Karpfen, 70 Kilogramm Schleie, 500 Hechte in der Größe von 15 – 40 Zentimeter und 25 Kilogramm in der Größe von 50 – 65 Zentimeter, 25 kg Aale und 10 Kilogramm Barsche besetzt. Um einen gesunden Ausgleich zu schaffen wurden die Vereinsgewässer zudem mit zwei Tonnen Weißfisch besetzt. Eine Umfrage unter den Mitgliedern ergab, dass diese in diesem Jahr einen verstärkten Besatz mit Aal und Zander wünschen. „Die Angler dürfen sich schon jetzt auf tolle Fänge und vor allen Dingen gesunden Speisefisch freuen,“ so Münch weiter.
Zur Freude der Angler und Naturliebhaber, hat sich auch im vergangenen Jahr wieder die seltene Trauerseeschwalbe im Ostroher/Süderholmer Moor niedergelassen. „Sieben Brutpaare zogen aber leider nur 3 Jungvögel groß. Die extrem ungünstigen Witterungsbedingungen, viel Regen und für den Frühsommer zu kalte Temperaturen, verhinderten eine bessere Quote,“ so Münch. Sorgen bereitet weiterhin die Zunahme der Kormorane im Moor. So wurden verstärkt durch den Kormoran tödlich verletzte Fische, besonders Hechte, gesichtet.

Die Sportwarte blicken auf eine erfolgreiche Angelsaison zurück. Die eigenen Hegefischen und die auswärtigen Angeln waren sehr gut besucht, wobei bei gute bis sehr gute Ergebnisse auf Kreis- und Landesebene erzielt wurden. Gut angekommen ist bei den Mitgliedern die Vielfalt der vereinseigenen Gemeinschaftsangeln, die von den Sportwarten neu angeboten werden.

Zahlreiche treue Mitglieder stärken dem Angelverein den Rücken. Auf stolze 50 Jahre Mitgliedschaft blicken Günter Ebert und Erhard Weyer zurück: Sie erhielten aus den Händen des Vorsitzenden Bach das Wappen des Angelvereins überreicht. Gerhard Dörr, Uwe Hennings und Hans-Jürgen Schmidt bekamen für 40-jährige Mitgliedschaft den Zinnteller mit dem Wappen des Vereins überreicht: Für ihre 30-jährige Mitgliedschaft wurden Hans-Ulrich Horst, Andreas Küsel, Matthias Landsmann, Holger Sommerfeld, Detlev Stemmler, Kristian Schöpfer und Joseph Steuer mit der goldenen Ehrennadel des Vereins geehrt. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden Edith Recktenwald, Ralf Schulz und Carsten Trieloff mit der silbernen Nadel ausgezeichnet. Für 20 Jahre „Früh auf“ Vorstandsarbeit wurde Carsten Münch mit einer Glastrophäe mit dem Wappen des Vereins ausgezeichnet.



Treue Mitglieder stärken dem Angelverein den Rücken (v.li.): 
Andreas Küsel, Hans-Jürgen Schmidt, Günter Ebert, Carsten Münch,
Erhard Weyer, Gerhard Dörr und Joseph Steuer.

Bei den satzungsgemäß erforderlichen Wahlen, die durch Dietmar Unger geleitet wurden, wurden Kai Kuchel (2. Vorsitzender) Holger Meyn (stellvertretender Fachübungsleiter) und Carsten Münch (Umwelt- und Naturschutzbeauftragter) einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt.
Dagegen zogen sich während der Hauptversammlung der bisherige Gewässerwart Manfred Poremba und der stellvertretende Gewässerwart Sönke Radmacher sowie die stellvertretende Schatzmeisterin Manuela Strottner aus dem Vorstand zurück. Die Entscheidungen fielen nicht überraschend. Die drei hatten sich bereits im Vorfeld der Versammlung erklärt, nicht wieder zu kandidieren.
Einstimmig wählten die Mitglieder Manuel Peters zum neuen Gewässerwart und Stefan Rodenborg zum 1. stellvertretenden Gewässerwart, die unterstützt werden durch den 2. stellvertretenden Gewässerwart Peter Dannenberg und den bisherigen Gewässerwart Manfred Poremba, der für ein Jahr als Beisitzer die neuen Gewässerwarte einarbeitet. Zur neuen Schriftwartin wurde Sabine Wesch einstimmig gewählt. Zum ersten Kassenprüfer rückt Michael Heckmann auf und wird von Andreas Kunz unterstützt. Zum Ersatzkassenprüfer wurde Torben Lorenz gewählt. 
Vor einem Problem steht unterdessen die Jugendarbeit des Vereins. Jugendwart Rainer Erbar ist nicht wieder zur Wahl angetreten. Ein Nachfolger fand sich auf der Jahreshauptversammlung der Jugendgruppe nicht. Der Posten des Jugendwarts bleibt zunächst unbesetzt. Derzeit wird die Jugendgruppe durch den erfahrenen, stellvertretenden Jugendwart Björn Jacobsen geführt. Unterstützt wird Jacobsen zwar durch Elternteile der Jugendlichen, doch nun muss bis zur Jahreshauptversammlung der Jugend im Dezember ein 1. Jugendwart gefunden werden.

Zum Schluss gab Bach bekannt, dass die traditionelle Moorbegehung durch das Süderholmer und Ostroher Moor am Karfreitag, 18. April, stattfindet.
 Die Freigabe der Fischwaid erfolgt bereits am 1. April.

Fotos von der 
Jahreshauptversammlung
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