Moorbegehung 6. April 2012

Zum Saisonauftakt pilgern "Früh auf" Angler mit naturinteressierten Gästen
durch das Süderholmer und Ostroher Moor

Zur guten Tradition gehört seit vielen Jahren die Moorbegehung des Sportangelvereins „Früh auf“ Heide durch das Landschaftsschutzgebiet Ostroher/Süderholmer Moor. Das einzigartige Moor ist vielen heute noch nahezu unbekannt. Diese fast unberührte Natur galt es jetzt am Karfreitag mit dem Heider Angelverein zu erkunden. „Früh auf“ Vorsitzender Friedemann Bach leitete die Wanderung und erklärte in ausführlicher Form etwas über die Größe des Moores, über Pflanzen und Tiere, über das Klima und die Entstehungsgeschichte. Schon früh am Morgen bei Minusgraden gegrüßte Bach die rund 50 Teilnehmer, darunter auch Dithmarschens Kreispräsident Karsten Peters. 
Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich die Angler und naturinteressierten Gäste auf der dreistündigen Wanderschaft wieder einen interessanten Einblick in das vom Sportangelverein betreute 283 Hektar große Landschaftsschutzgebiet verschaffen. Ein kleiner Spaziergang durch das Ostroher/Süderholmer Moor bietet jedem Erholungs- und Regenerationsmöglichkeiten in gesunder Umwelt.


 
Friedemann Bach (Bild oben, rechts) erklärte, dass sich rd. 87 ha, davon 42 ha Wasserfläche, von der Gesamtfläche des Landschaftsschutzgebietes im Vereinseigentum befinden und weitere 2,5 ha Wasserfläche zugepachtet sind. Bei den im Ostroher und Süderholmer Moor befindlichen Kuhlen handelt es sich um Torfkuhlen, die durch Grundwasseranschnitt bei Abgrabungen zur Torfgewinnung entstanden sind. In Eigenbeschränkung sind große Teile als Ruhezonen für das Wild ausgewiesen. Bach betonte, dass der Sportangelverein für eine gesunde Flauna und Flora einstehe und dass der Verein nicht nur Nutzer, sondern zugleich auch Naturschützer, Heger und Pfleger des Landschaftsschutzgebietes sei. Seit über sieben Jahrzehnten leistet der Verein intensiven Natur- und Umweltschutz. Insgesamt leistet „Früh auf“ weit über 2500 Arbeitsstunden, um die einzigartige Landschaft mitsamt den Stillgewässern und Böschungen von Unrat zu befreien, Wildwuchs zu durchforsten sowie Ufersicherungsmaßnahmen zu treffen. Dadurch werden die öffentlichen Kassen nicht belastet. Durch die jahrzehntelangen Bemühungen des Angelvereins ist das Ostroher/Süderholmer Moor von einer Müllkippe zu einem Naherholungsgebiet und Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen geworden.

Fotos von der
Moorbegehung
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