Jahreshauptversammlung 18. Februar 2007

„Früh auf“ Heide zieht positive Bilanz
Vorsitzender Friedemann Bach wiedergewählt.

 Das Ruder des Sportangelvereins „Früh auf“ Heide bleibt in den bewährten Händen von Friedemann Bach. Ohne Gegenstimme votierten die Mitglieder für den 63-Jährigen, der diesen Posten seit 15 Jahren bekleidet, und honorierten sein umsichtiges und erfolgreiches Engagement für den Angelverein.
Auch die übrigen turnusmäßigen Besetzungen der Vorstandsposten waren ausnahmslos Wiederwahl und dokumentieren die Zufriedenheit der Mitglieder mit ihrer Vereinsführung:
So wurden die stellvertretenden Gewässerwarte Thomas Poremba, Manfred Poremba, Thomas Detlefs und Pressewart Sven Borchers einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt. Der von der Jugendgruppe gewählte stellvertretende Jugendgruppenleiter Björn Jacobsen wurde von der Hauptversammlung in seinem Amt bestätigt. Zum ersten Kassenprüfer rückt Dieter Rothbarth auf, zum zweiten Kassenprüfer Günter Ebert. Zum Ersatzkassenprüfer wurde Peter Dannenberg gewählt.
Dagegen zogen sich während der Hauptversammlung Sportwart Heiko Lubitz und Olaf Rüth - als Schriftwart - aus dem Vorstand zurück. Die Entscheidung fiel nicht überraschend. Lubitz und Rüth hatten sich bereits im Vorfeld der Versammlung über ihre Nachfolger verständigt. 


Jeweils einstimmig wählten die Mitglieder Wolfgang Köhne (re.) zum neuen Sportwart und Heiner Wolfgarten (li.) zum neuen Schriftwart. Olaf Rüth bleibt dem Vorstand als Beisitzer erhalten.

Sehr gut besucht war die Versammlung der Sportangler, sehr zur Freude vom Vorsitzenden Bach. 80 Petrijünger sowie Heides Bürgermeister Ulf Stecher und Horst Eichert, Vorsitzender des Kreissportfischerverbandes Dithmarschen, fanden sich im „Früh auf“ Vereinslokal „Galerie-Wikinger Stuben“ in Heide ein.  


Bürgermeister Stecher (Bild oben, re.) sprach seinen Dank an die Heider Sportangler für deren Einsatz zum Erhalt des vom Angelverein betreuten, über 170 Hektar großen, Landschaftsschutzgebietes Ostroher/Süderholmer Moor mit seinen Gewässern aus.

Schriftwart Olaf Rüth gab in seinem Geschäftsbericht bekannt, dass der Mitgliederbestand um 10 Mitglieder auf insgesamt 352 Mitglieder leicht gesunken ist. „Dieses resultiert in erster Linie aus Ausschlüssen wegen Beitragsrückstand und Sterbefällen. Erfreulich ist jedoch der hohe Mitgliederbestand der Jugendgruppe, der auf nunmehr 67 Jugendliche gestiegen ist,“ so Rüth. Der Verein zählt damit nun 232 aktive Mitglieder, 49 Fördermitglieder, 4 Ehrenmitglieder und die 67-köpfige Jugendgruppe. Nicht nur Bach freut sich über die erfolgreiche Jugendarbeit. Auch Horst Eichert lobt die erfolgreiche Jugendarbeit des Angelvereins. „Der Heider Angelverein ist ein hervorragend geführter Verein, der seit Jahrzehnten nicht nur als sehr aktiver Angelverein gilt, sondern auch einen, über die kreisgrenzenden hinaus, vorbildlichen Natur- und Umweltschutz betreibt,“ betont Eichert.

Im grünen Bereich liegen laut Schatzmeisterin Christel Suhr die Finanzen des Vereins. Kassenprüfer Christian Witt konnte das bei seinem Prüfbericht bestätigen. Die Entlastung Suhrs war damit Formsache.
Der Natur- und Umweltbeauftragte des Vereins, Carsten Münch, berichtet, dass durch die Überpopulation des Kormorans auch dem Heide Angelverein erheblicher Schaden zugefügt wird, indem der vom Verein eingebrachte Fischbesatz, der eine ausgewogene Fischpopulation in den Vereinsgewässern dienen soll, weggefressen wird. „ Unsere Gewässer können den Einfall von ca. 30 Kormoranen und ca. 40-50 Gänsesägern den ganzen Winter hindurch schwer verkraften,“ erklärt Münch.
Auch ist Münch weiter besorgt über die große Anzahl der Krähen im Moor, die den Brutbestand der Trauerseeschwalben reduzieren. „Im vergangenen Sommer mussten wir leider wieder beobachten, dass von 17 geschlüpften Jungvögeln, 13 den Krähen zum Opfer fielen. Wir müssen uns ernsthaft überlegen, wie wir sinnvoll zu einer Reduzierung der Rabenkrähenpopulation kommen, um die Trauerseeschwalben vor ihnen zu schützen und unsere kleine Kolonie zu erhalten,“ so Münch weiter. 
Zufrieden mit den Einsätzen der Arbeitsdienstler und den Fangergebnissen zeigten sich die Gewässerwarte. „Wir haben viel geschafft. Umfangreiche Ufersicherungsmaßnahmen wurden sowohl im Süderholmer als auch im Ostroher Moor durchgeführt. An die 2.000 Arbeitsstunden wurden durch die Mitglieder geleistet,“ so die Gewässerwarte. Durch die abgegebenen Fangmeldungen wurde ein Fanggewicht von knapp 700 Kilo Fisch ermittelt. “Unter Hege der Gewässer versteht man aber auch die Erhaltung, Vermehrung oder Verbesserung des Fischbestandes im Gewässer. Der Fischbesatz gehört demnach ebenso zu den Hegemaßnahmen, wie Strukturverbesserungen im Gewässer, um einen geeigneten Lebensraum zu schaffen,“ so Gewässerwart Poremba. Im vergangenen Herbst wurde Fischbesatz für mehr als 5000 EURO vorgenommen. Die Vereinsgewässer wurden mit Karpfen, Schleien, Hecht, Aale, Zander und Barsche besetzt.

Treue Mitglieder stärken dem Angelverein den Rücken.
 

Auf stolze 50 Jahre Mitgliedschaft blicken Gerhard Pokrandt (re.) und Dieter Schulz (li.) zurück.
 Sie erhielten aus den Händen vom Vorsitzenden Bach (mi.) das Wappen des Angelvereins überreicht.

 
Vier Mitglieder bekamen für 40-jährige Mitgliedschaft den Zinnteller mit dem Wappen des Vereins überreicht: Christian Dressen, Wolfgang Hille, Paul Jürgens und Eduard Kremer. Für ihre 30-jährige Mitgliedschaft wurden Joachim Claußen, Gerda Heesch, Heiko Lubitz, Jens Meier, Heinfried Rodenborg und Jürgen Trede mit der goldenen Ehrennadel des Vereins geehrt. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden Ingrid Bach, Andreas Bohn, Carsten Dethlefs, Wilfried Möscher, Inge Rothbart und Achim Schulz mit der silbernen Nadel ausgezeichnet. 


Für 16 Jahre Vorstandsarbeit wurde Heiko Lubitz (2. v.li.) mit der goldenen Ehrennadel des Kreissportfischerverbandes Dithmarschen, für 8 Jahre Vorstandsarbeit wurden Sven Borchers (mi.) und Thomas Poremba (2. v.re.) mit der silbernen Ehrennadel des Kreissportfischerverbandes Dithmarschen durch den Kreisvorsitzenden Horst Eichert (re.) geehrt.
Bach bedauert das bescheidene Interesse an den Monatsversammlungen. Um diese künftig wieder interessanter zu machen, beschloss die Versammlung den Mitgliedern Themenabende, wie z.B. Angeltechniken, oder auch Film- und Bildvorträge anzubieten.
Auch das Seniorenangeln erhofft sich der Verein durch zwei Änderungen attraktiver zu machen: So ist die Altersgrenze für die Teilnahme von 55 Jahre auf 50 Jahre gesenkt worden und die Veranstaltung findet künftig auf einem Samstag Nachmittag mit einem anschließenden gemütlichen Grillen statt. Zum Schluss gab Friedemann Bach bekannt, dass die traditionelle Moorbegehung am Karfreitag, 13. April stattfindet. Die Freigabe der Fischwaid erfolgt bereits am 1. April.

Fotos von der
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